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Rosmarinschwemme

Gestern abend gab es bei uns das hier. (Mit Vollkornspirelli statt Bandnudeln) Zufällig beim ziellosen durch die Blogs klicken drüber gestolpert und für ausprobierenswert befunden. Außerdem hatte ich ohnehin beim letzten Einkauf zwei ansprechende Butternuts mitgenommen, ohne etwas spezielles damit vorzuhaben.
Ich fands sehr lecker, hatte mich wohl aber leider mit der Pfeffermühle etwas vertan, was dem Manne nicht so zuträglich war.
Und da der große neue Supermarkt auf der anderen Kanalseite frischen Rosmarin nur in armdicken Gebinden abgibt, wird es bei uns nun drei Wochen lang täglich Rosmarinkartoffeln geben.
Allerdings muss ich wieder einmal feststellen, das frischer Rosmarin geruchs- und geschmacksmäßig der absolute Oberhammer ist, verglichen mit dem getrockneten Zeug aus der Gewürzdose. Und dieser Duft, wenn man das Knoblauch-Rosmarin-Gemisch zu den bruzzelnden Hühnchenteilen in die Pfanne schmeisst, der ist einfach zum niederknien!

Am Tatort

Einen ganz wichtigen, ungeheuer bedeutenden Ort in Kiel wollten die Engel vor ihrer bevorstehenden Abreise unbedingt noch aufsuchen, hatten sie mir gesagt.
Da es nämlich so war, das ich den Engelbesuch meiner tragenden Rolle meinem Statistenauftritt im im September ausgestrahlten Kiel-Tatort zu verdanken hatte, weil die Engel nämlich ausgesprochene Fans von Herrn Borowski und Frau Jung sind, wollten sie natürlich unbedingt auch einmal das Kieler Tatort-Polizeirevier sehen.
Also ging ich heute mit ihnen dort hin.

Tatortengel

Engel ermitteln am Tatort

Hier sehen wir die Engel vor dem Eingangtor des Tatort-Polizeireviers Kiel. Hier und genau hier wurde die Taxiszene gedreht, hier wurde das späte Zimmermädchen von der geiernden und geifernden Pressemeute verfolgt. Nur das da die Tore nicht verschlossen waren.

Engeltatort

Und wo bleibt Borowski?

Leider ließen sich weder Herr Borowski noch Frau Jung blicken, um den Engeln eine kurze Audienz zu gewähren. Naja. Die zwei haben wohl genug mit sich zu tun. Wie es jetzt weitergehen soll, so rein zwischenmenschlich. Ich befürchte ja… aber das gehört nun wirklich nicht hierher.

Lieblingsneu

Ich bin ja bekannt dafür, eher unflexibel zu sein, wenn es um meine Lieblingslebensmittel, nein, eigentlich auch um sonstige Lieblings geht. Da wird getobt, gejammert und geheult, wenn es das richtige, wichtige Lieblings mal nicht, oder schlimmer noch, gar nicht mehr gibt. Katastrophe!

Aber manchmal, da entdeckt man ganz zufällig, weil das richtige Lieblings gerade aus ist und man so ganz ohne ja nicht übers Wochenende kommt und man dann gezwungenermaßen ein anderes nimmt, das noch da ist, ein neues Lieblings.

Naja, sagen wir mal, Zweitlieblings. Oder Zweit-Lieblings.

Der frühe Vogel

Es gibt so Tage, da möchte man am liebsten im Bett liegen bleiben, so kalt, schmuddelig und durch und durch ungemütlich ist es draußen. Und eigentlich könnte man das auch, wenn, ja wenn da nicht dieser Termin wäre, morgens um 8:30. Also quält man sich mühsam um sechs, wenn es noch stockdunkel ist, aus dem warmen Bettchen, stellt sich unter die Wachmachdusche, flößt sich gutes Koffein ein und fährt schließlich los. Durch den strömenden Regen, in den sich von Minute zu Minute immer mehr dicke, flatschige Schneeflocken mischen.

Vor Ort angekommen, wegen des Knies zur Überbrückung der vier Stockwerke ausnahmsweise mal den Fahrstuhl benutzt, gerade noch rechtzeitig den langen Flur vor dem Büro des Mitarbeiters erreicht, sitzt vor selbigem Zimmer schon jemand in wartender Pose.
Verwirrter Blick.
„Wollen Sie auch zu Herrn XY?“
„Ja, um halb neun.“
„Was, um halb neun? Moment mal…“

Zurück den Flur hinunter durch die immer offenstehende Tür zum Zimmer der Sekretärin.
„Sagen Sie mal, ich habe doch um halb neun einen Termin bei Herrn XY, oder hab ich mir das falsch aufgeschrieben? Da sitzt nämlich schon jemand, der behauptet, er hätte auch um halb neun…“
*Klickerklickerklicker* macht die Tastatur.
„Ja also, Frau Zimtapfel, halb neun ist schon richtig, allerdings ist ihr Termin erst morgen.“

Gaaaaaaah! Mist verdammter!… Ja, dann bis morgen. Tschüss!!“

Auf dem Heimweg haben die Schneeflocken, die inzwischen die Größe von Tischtennisbällen haben, endgültig das Ruder übernommen. Zeit für die Winterreifen.

Lego basteln

Spontan an alte Zeiten erinnert fühlte ich mich gerade bei Frau Quadratmeter. Was haben wir vor Jahren nicht schon alles für Figürchen unserer selbst gebastelt, da waren die Simpsons, da war Southpark, da war ich weiß nicht mehr was.
Und heute also Lego. Wer wäre ich denn, das ich da nicht auch auf der Stelle mitmachen würde?

lego

Wer will noch?

Das Beste

Das beste Gegenmittel gegen umherstromernde, nach Süßigkeiten verlangende und als Gruselobjekte verkleidete Kinder ist…

…immer an Halloween für ausreichend Süßigkeiten im Haus zu sorgen. Dann kommt nämlich garantiert kein Kind vorbei.

Dieses Jahr genau das gleiche Bild wie letztes Jahr. Nein, halt! Einen Unterschied gibt es – letztes Jahr kam immerhin ein einziges kleines Hexenkind an unsere Tür.

 

EDIT: Hier noch das zugehörige Bild der unberührten Süßkramschale:

Halloweenkram

jungfräulicher Süßkram

Ich habe mir überlegt, ich mache das jetzt jedes Jahr so und irgendwann gibt es dann eine hübsche Collage all meiner unberührten Süßkramteller und -schalen.

Fenster auf!

Asche auf mein Haupt! Soeben fiel mir auf, das seit einer geschlagenen Woche das von Frau Fettebeute zugeworfene Fenster-Stöckchen bei mir herummodert. Bei diesem Stöckchen geht es darum, ein oder mehrere Fenster der eigenen Behausung zu öffnen und daraus ein oder mehrere Fotos zu knipsen.
Die entsprechenden Fotos lagern ja auch schon seit fast einer Woche auf der Speicherkarte meiner kleinen Digiknipse. Wird also mal Zeit.

Weil es den beschaulichsten Ausblick bietet die am einfachsten freizuräumende Fensterbank hat, habe ich den Blick aus unserem Badezimmerfenster ausgewählt, abgelichtet in drei verschiedenen Zoom-Einstellungen.
Und here we are:

Fenster1

Fenster2

Fenster3

Hinter den auf den Bildern erkennbaren Häusern und noch 20 bis 30 weiteren liegen dann Nord-Ostsee-Kanal und Kieler Förde. Vom Arbeitszimmer aus – ein Fenster weiter nach rechts – kann man gelegentlich sehr große Schiffe die Förde entlangschippern sehen. Also den oberen Teil der Schiffe und auch nur dann, wenn sie wirklich groß sind.

Weiter werfe ich das Fenster-auf-Stöckchen an Frau Ansku, La Belle, Aristokitten und Svenja. Zeigt uns, was ihr sehr, wenn ihr aus dem Fenster schaut!

Neulich auf dem Bahnhof einer norddeutschen Großstadt:

Entscheidung

schwere Entscheidung

Nicht jedem fällt die Entscheidung hier so leicht wie mir und den Engeln. Aber natürlich stiegen wir in den richtigen Zug.

Zugengel

Engel auf Original-Bahn-Polsterstoff

Nämlich in den Regionalexpress gen Norden.

Allerdings haben die Engel mittlerweile bekundet, das sie schon gelegentlich über ihre Weiterreise nachdenken. Unter anderem denken sie da auch über die Wahl des richtigen… hm… Transportmittels nach.

Spaceshuttle-Engel

Engel auf dem Weg ins All?

Vorher wollen sie aber unbedingt noch einen ganz, ganz wichtigen Ort hier in Kiel besuchen…

Als ich im Bus sitze und angespannt zwischen dem Zettel in meiner Hand und der Haltestellenanzeige des Busses hin und her starre, um ja meine Haltestelle nicht zu verpassen, habe ich das ganz starke Gefühl, das auf meiner Stirn in Riesenlettern das Wort „Landei“ eintätowiert ist. Und alle können es lesen.
Einige Stunden später im Imbiss gehöre ich schon dazu. Drei Tische stehen in dem kleinen, schmalen Raum. Außer mir am hintersten Tisch sitzt nur am ersten jemand. Ein mittelalter Mann, Typus cooler Kiezbewohner. Schlürft seinen Kaffee und blättert in seiner Zeitung. Als er aufsteht, dreht er sich zu mir, fragt: „Willste die Zeitung haben?“
Ich schüttle lächelnd den Kopf – Nein danke – er sagt: „Haste Recht, steht sowieso nix vernünftiges drin.“ und entschwindet. Und ich Landei fühle mich irgendwie wunderbar aufgenommen in die Kreise der lässigen und abgebrühten Großstädter.
Noch später dann erfahre ich ganz detailliert, wie das eigentlich ganz genau mit Natascha und Dennis und dem Typen ist, der in der U-Bahn mit seinem Vertrauten hinter meinem Sitz steht. Man soll ja eigentlich keine fremden Gespräche belauschen. Aber was tun, wenn man regelrecht gezwungen wird?
Er – also der junge Mann hinter meinem Sitz – hat Natascha mitgeteilt, das seine Entscheidung für sie fest steht. Und Natascha hat gesagt, das sie sich auch ganz klar für ihn entscheiden wird. – Oh, schön. Ein glückliches Pärchen mehr auf der Welt! – Aber da geht es weiter. Außerdem hat Natascha nämlich gesagt, das das leider nicht so schnell geht. Denn sie kann ja den Dennis nicht so einfach von heute auf morgen von sich wegschieben. Das geht ja nicht, der hat ihr ja schließlich gerade erst gestanden, wie sehr er auf sie steht. Da kann sie das ja wirklich nicht machen. Und er- der junge Mann hinter mir – will Natascha auch auf keinen Fall unter Druck setzen um ihre Entscheidung für ihn zu beschleunigen. Nein, das will er nicht.
Der Freund und Vertraute, der sich diese Geschichte anhören darf, wirft immer mal wieder ein verständnisvoll-zustimmendes Mhm ein. Was soll er dazu auch anderes sagen?
Der weiteren Fortgang dieses Gesprächs verpasste ich leider blieb mir glücklicherweise erspart, da ich die U-Bahn verließ. Aber vermutlich kann ich bald wieder in einer norddeutschen Großstadt U-Bahn fahren und werde dann vielleicht ja erfahren, wie es weiterging mit Natascha, Dennis und dem anderen jungen Mann.
(Und ich dachte immer, solche Gespräche führen nur Mädchen.)

Na dann

In einer Klinik in einer norddeutschen Großstadt

Drei Damem, zwei davon Ende zwanzig, die dritte etwas älter,  warten mit mir und anderen im Wartebereich. DasTrüppchen, das offenbar zusammen hergekommen ist, unterhält sich konstan darüber, das die eine der beiden jüngeren als Notfall hierher überwiesen wurde und nun trotzdem schon zweieinhalb Stunden darauf wartet, zum Doktor vorgelassen zu werden.
Sowas kenne ich, auch aus andere Kliniken. Selbst saß ich auch schon einmal mit halb abgeschnittenem Finger in einer Notaufnahme und wartete Ewigkeiten darauf, das sich jemand um mich kümmerte. (Der Finger ist aber noch dran)
Zurück zu dem mir gegenüber sitzenden Trio. Die eine der Damen, die die Patientin ist, ist schwanger. Noch nicht sehr weit fortgeschritten, aber doch erkennbar. Und aufgrund irgendwelcher Komplikationen hierher überwiesen worden, wie sich dem Gespräch der Damen unschwer entnehmen lässt. Immer und immer wieder dreht das Gespräch sich um die Wartesituation. Das ginge doch nicht. Auf der Überweisung stünde doch schließlich ganz klar, das es ein Notfall sei.
Eine andere Patientin erwähnt, das sie einen Termin habe und auch schon seit neun Uhr warte. Da ist es gerade 12 Uhr durch. Hin und her wogt das Gespräch. Die lange Wartezeit. Der Notfall. Die schnippischen Antworten der Damen an der Anmeldung, wenn man nachfrage, wie lange es noch dauere. Und schließlich die spontane Entscheidung der Notfallpatientin:
„Wenn das noch dauert, dann kann ich ja auch nochmal vor die Tür gehen. Eine rauchen.“

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