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Test

Einszwo Test.
Dies ist nur ein Test. Hier gibt’s wirklich nichts neues mehr.
Testtesttest.

Wie der Titel schon sagt, es hat sich hier ausgebloggt. Ob es sich für mich generell ausgebloggt hat oder das nur eine vorrübergehende Phase ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber sollte es irgendwann blogmäßig wieder weitergehen, dann sicherlich nicht hier. Das hier, das ist ein anderes, ein vergangenes Leben, eines, das mit meinem jetzigen kaum noch irgendetwas zu tun hat.

Und, nur für den Fall: es gibt keinen Grund, sich irgendwelche Sorgen zu machen. Es geht mir so gut wie schon seit Jahren nicht mehr.

Erben

- Wenn die Person, die das mit Abstand dickste Stück vom Kuchen bekommt, einen Riesenaufstand veranstaltet wegen ein paar Kröten, die der nicht am Erbe beteiligte Cousin für’s Ausarbeiten eines für alle Beteiligten sehr vorteilhaften Vertrages bekommt

Und unter “nach Vertragsunterzeichnung gemeinsam richtig schön Essen gehen” versteht irgendwie auch jeder etwas anderes…

Selber denken

Heute mal kurz interessehalber im Appstore einen Blick in eine App geworfen, die vegetarische Rezepte aus aller Welt für jeden Geschmack und jede Gelegenheit oder so ähnlich anbieten will.
(Nein, ich bin nicht unter die Vegetarier gegangen. Ich habe schon mein Leben lang eher wenig als viel Fleisch gegessen und gedenke das auch so beizubehalten. Dank Frau Momo weiß ich nun auch endlich das richtige Etikett für Leute wie mich, wir heißen nämlich “Flexitarier“. Endlich ein Schublädchen gefunden, juhuu! :-) )
Wie auch immer. Im Appstore finden sich ja unter den angebotenen Apps immer ein paar mehr oder weniger nützliche Kommentare von Menschen, die diese App bereits erworben und benutzt haben. Und eine davon, wie soll ich sagen, fiel mir dabei sehr auf.
Da schrieb eine Dame, sie sei Veganerin, denn sie wolle nicht, das ihretwegen irgendein Tier leiden müsse. Und nun habe sie etwas nach einem Rezept aus dieser App gekocht, und dann habe sie hinterher, als das essen fertig war, festgestellt, das der Gorgonzola, den sie ans Essen getan habe, ja Lab enthält. Lab, das aus Kälbermägen gewonnen wird. Nun habe sie sich das Gericht zwar dennoch reingezwungen, denn Essen wegwerfen könne sie ja gar nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren und außerdem solle das arme Kälbchen doch nicht umsonst gestorben sein, aber sie habe sich dabei wirklich ganz, ganz schlecht gefühlt.
Traurig.
Zunächst einmal fällt mir auf: Veganerin? Und dann ein Gericht mit Käse? KÄSE? Ein Milchprodukt? Wo Veganer doch nach der allgemein geltenden Definition keinerlei tierische Nahrung zu sich nehmen, weder Fleisch, noch Eier, noch Milch und Milchprodukte?
Aber gut, vielleicht hat die Dame ja die Begriffe etwas durcheinandergebracht und weiß gar nicht so genau, was sie eigentlich is(s)t. Passiert.
Was mir aber noch mehr auffällt ist dies: Sie benutzt also diesen Käse für das Rezept aus der App. Käse wird in der Regel immer unter zuhilfenahme von Lab hergestellt, denn das ist nunmal das Mittel, durch das die Milch gerinnt. Nun gibt es heutzutage zwar auch sogenannten “vegetarischen Käse”, der mit dem mittlerweile entwickelten synthetisch hergestellten Lab produziert wird. Aber diesen muss man im normalen Lebensmittelhandel schon mit der Lupe suchen. Wenn es einem denn so wichtig ist.
Was ich aber so bemerkenswert finde, ist, das die Dame anscheinend so überhaupt nicht auf die Idee gekommen ist, sich mal selbst zu informieren. Über das, was sie isst und darüber, wie das, was sie isst, hergestellt wird. (Ich dachte immer, gerade Veganer gingen da ganz besonders bewusst durchs Leben. Wohl auch so ein Schublädchen…) Sie kauft also diesen Gorgonzola, kocht sich ihr Essen nach dem Rezept aus der App. Und dann ist es die Schuld der App beziehungsweise die Schuld dessen, der diese App geschrieben hat, das ihretwegen, ganz ohne das sie es wollte, ja sogar ohne, das sie es überhaupt wusste, ein süßes kleines Kälbchen sterben musste. Und dass sie sich dann beim Essen ganz doll schlecht gefühlt hat.
Gute Frau. Wie wäre es denn mit einfach einmal selbst nachdenken?

In allen Blogs hagelt es derzeit Jahresrückblicke, nun ja, es ist eben einfach die Zeit. Und ich? Einmal mehr spare, erspare ich mir dieses Ritual. Das vergangene Jahr war wirklich keines, das ich nochmal ganz genüsslich Revue passieren lassen möchte. Es begann sehr bescheiden mitten in Horrorumzug und Katastrophenrenovierung und endete, wie es eben endete. Und zwischendrin, da gabs auch eher weniger Lichtblicke.
Aussagen wie “aber im neuen Jahr wird bestimmt alles besser!” mache ich nicht mehr. Das krasse Gegenteil ist danach in den letzten Jahren eingetreten.
2009 verlor ich viel zu früh meine Mama.
2010 verlor ich mein wunderschönes, gerade erst gefundenes Zuhause.
Und 2011 verlor ich den Menschen, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen wollte.
Also stelle ich dieses Mal lieber von vornherein keine Erwartungen an das neue Jahr. Sondern versuche einfach nur selbst, mühsam den Kopf über Wasser zu halten und meinen Weg zu finden. Irgendwohin, wo ich wieder zuhause sein kann.

Bonuspunkte

Einen dicken Bonuspunkt für die Kollegin, die nicht nur nachfragte, ob sie in der SMS am Vortag meinen Vornamen überhaupt richtig geschrieben hätte (hatte sie nicht, der eine leidige Konsonant zuwenig, wie so oft…), sondern auch auf meine Bemerkung, wie viele Leute meine “Anstellerei” bezüglich der richtigen Schreibweise “total albern” fänden, erwiderte:
“Aber es ist doch dein Name, den deine Eltern dir gegeben haben!”

(Für alle, die jetzt wegen “Arbeit” zu jubilieren anfangen wollen: es ist nur ein sehr popeliger, extrem unterbezahlter und auf wenige Monate befristeter Job. Und hierbleiben will ich ja ohnehin nicht auf Dauer.)

Von der Sehnsucht.

Sehnsucht.
Sehnsucht nach einem Zuhause, nach meinem Leben, das ich hatte, nach meiner Liebe, die ich zu haben glaubte. Sehnsucht, in den Arm genommen zu werden, zu fühlen, das alles gut ist, das ich sicher und geborgen bin.
Kein Zuhause, keine Geborgenheit, keine Liebe.
Für lange Zeit.

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