Als das Wiesel heute morgen erwachte, war es geringfügig verkatert. Die Museumsnacht war lang und anstrengend gewesen, zum Schluss kam noch das ein oder andere Bier zum Hinunterspülen der kalten Pizza hinzu, nun ja, was soll man sagen… Doch dann sah das Wiesel aus dem Fenster. Und es wurde froh. Sehr froh. Denn draußen, man glaubt es kaum, nach den letzten grau-trüben Wochen, lachte eine helle, warme Sonne von einem strahlend blauen Himmel hinunter. Und das auch noch, welch Glückstreffer, am Wochenende!
Also packte ich dem Wiesel eine Strandtasche: Handtücher, Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 15), ein erfrischendes Kaltgetränk, die schicke neue Designersonnenbrille… und schwupps war das Wiesel zur Tür hinaus und auf dem Weg zum Strand.
Dort bot sich ihm folgender Ausblick auf die Kieler Förde:
Blaue Wellen, ein paar winzige Wattewölkchen am fernen Horizont, weiße Segel in der sanften Sommerbrise, dazwischen ein kleiner Fördedampfer, kurzum: ein sommerliches Strandidyll!
Also machte es sich das Wiesel mit seinem Handtuch und seinen Badeutensilien gemütlich, cremte sich mit der Sonnencreme ein und begann, in der Sonne zu braten.
Irgenwann sprang es dann ins Wasser, tobte eine Weile wild durch die Wellen (Bilder vom Jugendschutz zensiert!) und legte sich anschließend wieder auf sein Handtuch um sich weiter in der Sonne zu aalen und seinen Astralkörper zu bräunen.
Aber Hallo! Wer kommt denn da?
Scheint so, als hätte das Wiesel dort am Strand jemanden kennengelernt…
Das Wiesel in seiner supercoolen Markensonnenbrille und die hübsche junge Robbe mit den dunklen, langbewimperten Augen hielten einen Moment lang stumm Zwiesprache.
Und nur wenige Minuten später war das Wiesel – ganz Kavalier – auf seinem Handtuch ein wenig beiseite gerückt um der jungen Dame Platz zu machen. Und teilte sogar sein Kaltgetränk mit ihr! Hat man das Wiesel schon jemals so großzügig erlebt?
Und…Himmel, halten die beiden da etwa schon Händchen?
Ach herrjeh! Ich weiß ja nicht, ob das wohl gut geht?
Schließlich habe ich das Wiesel gestern erst dabei erwischt, als es seine baldige Weiterreise nach – ach nein, das verrate ich jetzt noch nicht – gebucht hat. Na, hoffentlich gibt das keine Tränen beim Abschied…
Dieses Wiesel kann man aber auch wirklich keinen Moment allein lassen!




Also, manchmal beneide ich das Wiesel ja schon. Und schön, dass es sich wie ein Gentleman benimmt.
Soso. Der Herr Silencer möchte also auch am Strand liegen und mit jungen Robben anbandeln. Soso.
Das Wiesel scheint ja viel zu erleben
Wo warst du denn am Strand? Ich wusste garnicht dass die Fördedampfer so weit rausfahren…das sieht ja aus als wärst du ganz in Schilksee oder so…
Ganz so weit draußen war das Wiesel gar nicht, ein Blick unter den Artikel hilft, Herr Schaps…
Ooooooooohhh…. junges Glück, wie schön