Es kommt mir heute wie ein seltsamer Zufall vor. An gleichen Tag Anfang April, an dem ich hier über die vielen Tassen schrieb, die sie früher für meine Schwester und mich getöpfert hat, am gleichen Tag saß sie beim Arzt und erfuhr von der Diagnose, dem Grund, warum es ihr seit Wochen schon ständig so schlecht ging.
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Am nächsten Tag rief sie mich an, um es mir zu sagen. Und versicherte mir voller Mut und Optimismus, alles medizinisch mögliche unternehmen zu wollen, um dagegen anzukämpfen.
Sie hat es versucht, hat sich durch zwei Behandlungszyklen Chemotherapie gequält, sich furchtbar quälen lassen, ist dabei immer mehr zum Schatten ihrer selbst geworden und hat schließlich doch aufgegeben.
Am Freitag um 14 Uhr hat sie für immer den Ort verlassen, der in den letzten 28 Jahren ihre Heimat war. Und sich auf die Palliativsation der nahe gelegenen Universitätsstadt verlegen lassen um sich dort einen letzten Rest Würde zu erhalten.
Diese Station wird wahrscheinlich die letzte Station in ihrem Leben sein. Die letzte Station im Leben meiner lebensfrohen, schönen und immer Optimismus ausstrahlenden Mama.

