Feeds:
Beiträge
Kommentare

Mit ‘Adler’ getaggte Artikel

In Teilen Deutschlands scheinen wieder Herbstferien zu sein. Woran ich das merke? Am wieder mal leicht erhöhten Touristenaufkommen in dieser schönen Gegend an der Ostsee.
Ein Knotenpunkt, an dem Einheimische und Touris häufiger aufeinander treffen ist bekanntermaßen der Adler. Gelegentlich wird man dort ja als Einheimische, sofern die Touries einen als solche identifizieren, ja mit der ein oder anderen Frage gelöchert. Fragen, die von mir immer gern und hilfsbereit beantwortet werden.
Heute: Zwei Muttis mit drei oder vier kleineren Jungs und einem Pinscher im Schlepptau. Dem Zungenschlag nach irgendwo aus den ostdeutschen Bundesländern.
Der Adler liegt also an seinem Anleger vor der Schleuse und sammelt noch ein paar Passagiere ein, die mit ans andere Ufer wollen. Mutti1 und Mutti2 stehen neben mir an der rückwärtigen Reling.
Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, das vor dem Einsteigen hinter mir gefragt wurde, was das denn jetzt kostet…
Während Mutti1 mit der Bande ausdiskutiert, ob man nur einmal mit der Fähre rüber und dann gleich wieder zurückfährt oder dort noch ein bißchen spazierengeht (ich empfahl das Spazierengehen und einen Besuch der Schleuse), wendet Mutti2 sich mir zu:
“Sagen Sie mal, das da drüben,” sie deutet in Richtung des kleinen, an der Schleuseninsel vorbeiführenden Nebenarms, “gehört das auch noch zum Nord-Ostsee-Kanal oder ist das schon die Weser?”
Manchmal können Tourifragen einem auch die Sprache verschlagen…

Nachdem ich mich wieder gesammelt und mein aufsteigendes Gelächter unterdrückt habe, habe ich ihr dann ganz freundlich erklärt, das hier alles Wasser entweder Nord-Ostsee-Kanal oder hinter der Schleuse dann die Förde ist und das sie sich hier im übrigen doch ganz schön weit weg von der Weser befindet.

Ganzen Post lesen »

Nocheinmal mit dem Adler zum großen Supermarkt auf der anderen Kanalseite übergesetzt, bekommt die aufmerksame Bloggerin allerhand zu sehen.
Als der Schuhkarton anlegt, strömt eine riesige deutsch-japanische Schülergruppe von Bord. Unglaublich, das die da alle drauf passten. Und die Handvoll Radfahrer neulich hatte sich solche Sorgen gemacht…
Glitzernde rote Plastikohrstecker in Diamantenform sind generell ziemlich lächerlich. Noch lächerlicher sind sie allerdings an mittelalten, beleibteren Männern. Aber da sind die Geschmäcker wohl verschieden.
Unterwegs nach zwei Caches in der mehr oder weniger unmittelbaren Umgebung gefahndet. Einen auch erfolgreich geborgen, der andere verbarg sich vor meinen suchenden Augen. Bea, hilf!
Ups, und beim loggen gleich noch einen neuen in der Nachbarschaft entdeckt! Glaube, ich ziehe nachher nochmal los…
Morgen großer Backmarathon. Die Kieler Museumsnacht steht kurz bevor und “mein” Kuchenbuffet will bestückt werden.

Ach ja… neulich in der Kieler Innenstadt:

Die Karriere ruft!

Jaaaa! Da ist sie endlich! Meine große Chance auf eine Karriere im weltweiten Musikbusiness! in der Welt der Baumarktjubiläen und Shoppingcenter-Eröffnungen!
Obwohl… Nee, lieber doch nicht.
Aber ich wüsste schon zu gerne, wann das hiesige Casting ausgestrahlt wird. Muss dann doch mal schauen, ob ich den ein oder anderen der ganzen Schwachmaten nicht zumindest vom Sehen her kenne… :D

Ganzen Post lesen »

…und zwar zu den Einheimischen in einer Gegend, in der andere Urlaub machen.

Heute nach langer Zeit mal wieder mit der Fähre zum Einkaufen gefahren. (Und vermutlich auch das letzte oder zumindest eines der letzten Male.)
Unten am Anleger ein Trüppchen Touristen. Fahrradtouristen um genau zu sein. Als ich die Treppe zum Steg hinuntergehe, schielt einer gerade auf den lediglich pro forma dort hängenden Fahrplan.
“Um siebenundzwanzig fährt wieder eine!” ruft er den anderen zu.
Ich verkneife mir ein “Vergessen Sie den Fahrplan, guter Mann, der fährt einfach nur immer hin und her!” und betrete den Steg. Lehne mich lässig ans Geländer, schaue aufs Wasser, sehe den größeren und kleineren Schiffen zu, schaue rüber zur Schleuse, sehe die Wolken sich in der krisseligen Wasseroberfläche spiegeln, fühle, wie der Wind an meiner Jacke zerrt…
“Schaut mal, da können ja doch Fahrräder drüberfahren!” Einer der Touris deutet aufgeregt in Richtung Hochbrücke.
“Nee, jetzt sind wir aber hier unten.” kommt die entnervte Antwort einer Mitstreiterin.
(Die Angehörigen des Trüppchens tragen übrigens alle etwa handtellergroße, metallene Fahrräder an Schüren um den Hals.)

Am entgegengesetzten Ufer setzt sich der Schuhkarton Adler in Bewegung und nimmt Fahrt auf den hiesigen Anleger. Das Trüppchen um mich herum beginnt aufgeregt durcheinander zu reden.
“Huch, hoffentlich passen wir da überhaupt alle drauf!”
“Sonst müsst ihr drüben auf uns warten!”
Ich drehe kurz den Kopf, nehme das Trüppchen in Augenschein und grinse in mich hinein. Zugegeben, der Schuhkarton sieht so von weitem übers Wasser schon manchmal noch kleiner aus, als er ist, aber sooooo klein ist er auch wieder nicht.
Ich drehe mich nochmals um und der Wortführer des Trüppchens identifiziert mich als Einheimische. Wenn der wüsste, das ich ‘ne Zugezogene aus dem Süden bin…
“Sagen Sie mal, passen wir da alle auf einmal drauf? Mit den Rädern?”
Ich lasse meinen Blick über den Steg schweifen.
8 Fahrradtouris.
8 Räder.
Ich lächle mild.
“Aber locker passen Sie da drauf!”

Der Adler legt an und als die vorherigen Fahrgäste ausgestiegen sind und die neuen das Schiff geentert haben, ist das hintere, offene Deck mit den Fahrradständern gerade mal zur Hälfte gefüllt. Das vordere, geschlossene Deck mit den Sitzplätzen ist quasi leer.

Noch gehöre ich hier zu den Einheimischen. Noch darf ich während der Sommermonate über die Touris lästern…

Ganzen Post lesen »

Besuch I

Wir hatten ja schon nicht mehr so recht daran geglaubt, aber nun ist es doch noch hier angekommen: Das Wiesel. Lange hat es für den Weg gebraucht, hat so einige Irrungen und Wirrungen hinter sich, zuletzt sollte mithilfe des unschuldigen Wiesels gar ein großangelegter Versicherungsbetrug abgewickelt werden. Aber so braucht man dem Wiesel ja mal gar nicht zu kommen.

Nun hat es also den Rest der Wegstrecke zurückgelegt, als wir heute nachmittag nachhause kamen, lag das Wiesel etwas struppig, vollkommen erschöpft, aber mit einem recht zufriedenen Grinsen vor der Wohnungstür. Wie es hergekommen ist, darüber wollte es sich nicht so klar äußern, aber es ließ durchblicken, es habe auf der Überfahrt über den Kanal das Steuerrad des Adlers in der Hand gehabt. Na, wer’s glaubt!

Und Präsente hatte das Wiesel dabei! Feine, biologisch angebaute Gemüsebrühe im Nachfüllpack, diverse Süßwaren, eine Jonny Cash-DVD und, man glaubt es kaum, ein Modell des Schiffs mit den grünen Segeln! Das Wiesel scheint ein langjähriger, aufmerksamer Leser meines Blogs zu sein, wie sonst sollte es wissen, das dieses Schiff, genauer gesagt dessen dreckelige Fälschung, die ohne Segel die Weltmeere durchkreuzt, mich nun schon mehrfach gelinkt hat?

Nun stellt sich das Wiesel, entgegen allen anderslautenden Behauptungen, die es als dreist und verfressen hinstellen wollen, bisher als ein äußerst höflicher und hilfsbereiter Gast dar. Eigentlich will es ja hier oben an der Ostsee Urlaub machen. Doch wie das Schicksal so spielt, das Wetter ist vorerst alles andere als urlaubig. Also bleiben wir heute erstmal zuhause. Und, ob ihr es glaubt oder nicht, liebe Leser, das Wiesel packt richtig mit an! Hier ist es zu sehen, wie es die Waschmaschine bewacht.

Nicht, das da was aus- oder einläuft! Man weiß ja nie! Ein echtes Waschwiesel, dieses Wiesel.

Später geht es mir dann sehr hilfreich dabei zur Hand, als ich das Fenster im Schlafzimmer für die geplanten neuen Vorhänge ausmessen will.

Blöd nur, das ich die Wieselschrift nicht so recht entziffern kann… Kann mir da irgendjemand helfen?

Nicht?

Muss ich es wohl später doch nochmal allein nachmessen.

Mal schauen, ob das Wetter morgen besser wird und ich das Wiesel an den Strand schicken kann. Muss gleich mal nachsehen, ob es eigentlich eine Sonnenbrille dabei hat. Wenn nicht, müssen wir ihm eine besorgen. Mit Sonnencreme können wir ja notfalls noch aushelfen.

Und falls das Wetter so bescheiden bleibt, nun ja, dann haben wir auch noch ein paar andere Ideen für die Wieselfreizeitgestaltung in Petto. :D

Ganzen Post lesen »

Irgendwie ist es hier doch ein klein bißchen wie auf dem Dorf. Wollte heute Luftpolster-Versandtaschen kaufen. Im örtlichen Kleinstsupermarkt gibt es einen Schalter der gelben Post. Aber: Nein, führen wir hier nicht. Man ist halt nur für die rudimentärsten postalischen Dienstleistungen zuständig. Beim Schreibwaren- und Drogeriemarkt Kloppie gegenüber liegt genau ein solcher Umschlag im Regal, leider viel zu groß für meine Zwecke . Außerdem brauche ich mindestens zwei, wenn ich nicht gleich morgen wieder loszockeln will. Und meine allerletzte Hoffnung, der Lotto-Zeitschriften-Kiosk, der angeblich auch Schreibwaren führt, macht – Mittagspause. Wie auf dem Dorf eben.

Es hilft alles nichts, wenn der Brief – ein kleines Präsent für eine liebe Freundin – heute noch rausgehen soll, und das soll er, dann muss eine entsprechende Verpackung her. Und die gibt es in der geringfügig größeren Post im Stadtteil auf der anderen Kanalseite. Also aufs Rad geschwungen und runter zum Adler. Als ich in die Kanalstraße einbiege, falle ich vor Verblüffung fast vom Fahrrad traue ich meinen Augen nicht:

Da ist doch ein riesiges Frachtschiff gerade dabei, zu wenden, und das mitten im Kanal! Der Pott ist ganz schön lang, so quergestellt reicht er fast von einem Ufer ans andere. Wie gut, das der Kanal hier zwischen Schleuse und Hochbrücke so breit ist. Blöderweise Leider habe ich ausgerechnet heute meine reizende kleine Digiknipse nicht in der Tasche, so das ich den Fotobeweis des Wendemanövers schuldig bleiben muss.

Da ist dem Kapitän wohl glücklicherweise gerade noch rechtzeitig vor der Schleuse in die Ostsee eingefallen, das er in der Nordsee was ganz doll wichtiges vergessen hat.

Ganzen Post lesen »

…so heißt es hier täglich wohl an die 70mal. Den der Adler, von Anwohnern auch liebevoll “der Schuhkarton” genannt, ist die klitzkleine Minifähre, die unseren Stadtteil quer über den Kanal mit dem Rest der Welt, pardon, dem Rest von Kiel verbindet. Gut, es gäbe da auch noch die Hochbrücke, nur ca. 200m weiter kanalaufwärts, aber die ist, wie der Name schon sagt, hoch – es sollen ja alle dicken Pötte drunter durch passen – und vielleicht hat der ein oder andere ja Höhenangst. Oder findet es einfach schick mit dem Schiffchen zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren. Für mich aus dem Süden stammende – jedenfalls aus Sicht der hiesigen – allemal ein Erlebnis, das so schnell nicht unspektakulär wird. Adler I

Hier sieht man den Adler, um mal die Größe (Kleine) zu veranschaulichen vor einem in die Schleuse einfahrenden Frachtschiff. Da hat der Kleine immer ganz schön zu kämpfen, kreuzen doch täglich Hunderte dieser Riesendinger seinen Weg. Doch der tapfere Adler breitet die Schwingen aus und trägt sie alle sicher ans rettende Ufer: Schulkinder, Beamte, Angestellte, Studenten, Hausfrauen und auch die unvermeidlichen Touristen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad, jeder darf mitfahren. Und das Schöne: Die Überfahrt ist – wie alle Fähren über den Nord-Ostsse-Kanal kostenlos. Hat noch Kaiser Wilhelm so verfügt und soll bis in alle Ewigkeit so bleiben

Im Mai fiel der Adler für ein paar Wochen aus. Wartungsarbeiten, Überarbeitung, so hieß es. Ersatzweise fuhr ein Kleinbus mit Fahrradanhänger im Viertelstundentakt über die Hochbrücke. Ein äußerst mäßiger Ersatz!

An Pfingsten war schönes Wetter, ich fuhr ein bißchen mit dem Fahrrad raus, Richtung Strand, ein wenig die Füße ins Wasser halten – für mehr sollte es erst Anfang Juni reichen. Einen Ort weiter führte mein Weg an einer der ortsansässigen Werften vorbei. Und da sah ich ihn, unseren Adler:

Da hing er aufgedockt, der arme Adler, wie ein Fisch auf dem Trocknen, wie ein auf den Rücken gefallener Käfer, verzweifelt mit den Beinen zappelnd!

Aber, was ein Glück, zwei Wochen später fuhr er endlich wieder auf seinem gewohnten Weg und nun heißt es wieder an die 70 mal täglich: Der Adler ist gelandet!

Und weil der Adler der Adler ist, darf er nun auch den Kopf dieser Seite zieren.

Ganzen Post lesen »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 37 Followern an