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Mit ‘Arbeit’ getaggte Artikel

Bonuspunkte

Einen dicken Bonuspunkt für die Kollegin, die nicht nur nachfragte, ob sie in der SMS am Vortag meinen Vornamen überhaupt richtig geschrieben hätte (hatte sie nicht, der eine leidige Konsonant zuwenig, wie so oft…), sondern auch auf meine Bemerkung, wie viele Leute meine “Anstellerei” bezüglich der richtigen Schreibweise “total albern” fänden, erwiderte:
“Aber es ist doch dein Name, den deine Eltern dir gegeben haben!”

(Für alle, die jetzt wegen “Arbeit” zu jubilieren anfangen wollen: es ist nur ein sehr popeliger, extrem unterbezahlter und auf wenige Monate befristeter Job. Und hierbleiben will ich ja ohnehin nicht auf Dauer.)

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Hobbitse

Yeah!
Der Mann muss nächstes Jahr zu einer Tagung nach Neuseeland. Der Ärmste! Da komm ich zu seiner Unterstützung doch mal ganz spontan mit. Hobbits und Kiwis besuchen und so.

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Schlüsseldinge

Vor gut einer Woche warf mir die Schildmaid ein Stöckchen zu, das zu bearbeiten ich mich nun endlich befleißigen will.
Hier also wie gewünscht mein Schlüsselbund, wie er mich täglich auf allen Wegen außer Haus begleitet:

Von links nach rechts: Garage, Haus- und Wohnungstür, Briefkasten. Unter dem Briefkastenschlüssel ein Namensschildchen in Form eines Autokennzeichens des US-Bundesstaates Utah, das mir der Liebste letztes Jahr von einem Ausflug nach Mormonenhausen mitbrachte. Weiter geht es mit diversen Büroschlüsseln im Rahmen meines zeitweiligen Aushilfsjobs. Auch wenn ich da derzeit kaum noch gebraucht werde, schlüsselwürdig bin ich offenbar noch. Und oben rechts dann noch der Fahrradschlüssel, viel zu selten benutzt in letzter Zeit, aber was soll man machen…
Das kleine silberne Ding oben links bekommt zur genaueren Identifikation ein Extrabild:

und dann und wann ein kleiner silberner Elefant

Und zwar handelt es sich dabei um einen ca. anderthalb Daumennägel kleinen Elefanten aus Silber. Ein Geschenk meiner Oma zum Führerschein, lang, lang ists her. Zum Elefanten dazu gabs auch noch einen quietschgrünen Polo, der aber mittlerweile auch schon seit *grübelgrübel* sechs Jahren ohne mich durch die Lande fährt. Oder ob er überhaupt noch fährt? Man weiß es nicht.

Und weil alle, denen ich es zuwerfen würde, es (glaube ich) schon im Programm hatten, liegt das zeige-deinen-Schlüsselbund-und-erzähle-etwas-darüber-Stöckchen hier zur allgemeinen Weiterverwendung!

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Seit Tagen liegt mir etwas allerschwerst im Magen und auf der Seele und ich weiß nicht, wie ich es rüberbringen soll, weil es eigentlich vollkommen blöd von mir ist. Das weiß ich selbst.

Mein Liebster hat ein Jobangebot bekommen, ein sehr gutes Angebot, und das noch vor Abschluss seines Studiums. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn er ist halt auch ein ganz toller Mann und das weiß nicht nur ich. Und ich freue mich wahnsinnig und bin total stolz auf ihn, das er solche guten Angebote bekommt. Und bin mir aber auch sicher, eben weil er so ein toller, intelligenter, fähiger und fleißiger Mann ist und das auch weithin bekannt ist, das sicherlich noch einige solche Angebote kommen werden.
Der Haken an dem angebotenen Job: Er ist in einer Stadt, in der ich nicht wirklich leben will, einer Stadt, die mal um eine Autofabrik herum gebaut wurde und mitten im ostniedersächsischen Niemandsland liegt. Und ich bekomme nach und nach immer mehr Beklemmungen, Magenschmerzen und Panikattacken bei dem Gedanken, dorthin ziehen zu müssen.
Ich bin vor noch nicht zwei Jahren hierher an die Küste gezogen, habe eine ganze Weile gebraucht, mich hier einzugewöhnen, obwohl es mir durchaus von Anfang an gefallen hat hier, sonst hätte ich das nicht getan. Ich habe gerade erst vor kurzem so etwas wie einen feinen kleinen Freundeskreis gefunden, ich bin eben leider kein Mensch, der schnell und spontan Freundschaften schließt, bei mir braucht so etwas seine Zeit.
Diese Stadt, diese Gegend hier, das wird mir gerade erst bewusst, ist mir inzwischen Heimat geworden. Meine eigentliche Heimat, den Ort, an dem ich aufgewachsen bin, habe ich Mitte letzten Jahres endgültig verloren. Zwar gehört mir seitdem ein Drittel Hof dort, aber es gibt nichts mehr, was mich dort hinzieht, es nicht mehr der sichere Hafen, der es jahrelang für mich war. Und nun soll ich schon wieder den Ort verlassen, an dem ich mich gerade erst ein wenig verwurzelt fühle?

Ich kann das nicht. Jedesmal, wenn ich hier in unserer Wohnung aus dem Fenster sehe, denke ich, ich will hier nicht weg. Jedesmal, wenn ich irgendwo einen Blick auf die Förde erhasche, denke ich, das kann ich doch nicht verlassen. Es zerreißt mir das Herz, wenn ich das tiefe, allmittägliche Tuten der Norwegenfähre höre. Wenn ich irgendwo im Fernsehen oder auch in anderen Blogs Bilder von der Küste sehe, dann schießen mir die Tränen in die Augen. Wenn ich an die Freunde denke, die ich hier jetzt endlich gefunden habe, dann sowieso.
Ich bin so zutiefst unglücklich und verzweifelt beim Gedanken, in diese Stadt ziehen zu müssen. Wenn ich schon hier in einer Landeshauptstadt bisher keine Arbeit gefunden habe (aber so schnell gebe ich ja nicht auf), wie soll ich dann dort überhaupt jemals etwas finden? Vollkommen aussichtslos, es gibt dort ja nichts. Ich habe Angst, dort lebendig begraben zu sein.
Ich weiß ja selbst, ich bin total selbstmitleidig und ganz furchtbar egoistisch, ich fühle mich deshalb auch total schrecklich. Ich weiß ja selbst, heutzutage muss man verdammt froh sein, überhaupt Arbeit zu finden. Aber muss es denn ausgerechnet dort sein? Jeder andere Ort würde mich – so denke ich jedenfalls – weitaus weniger in Verzweiflung stürzen.
Ganz abgesehen davon, das ich auch Angst habe, das sich der Liebste, wenn er jetzt – Sicherheit geht vor! – dieses erste Angebot gleich annimmt, andere Möglichkeiten verbaut, die sich vielleicht etwas später ergeben würden. Und das wäre so schade.
Dieses ganze Chaos, das da in mir tobt, lässt gerade alles andere, das eigentlich auch gerade wichtig ist, vollkommen in den Hintergrund treten: Die in einer Woche bevorstehende Knie-OP und die Vorbereitungen darauf, die gerade stagnierende Arbeitssuche, die ich mir dann ja wohl auch eigentlich schenken kann und auch mein anderes gesundheitliches Problem, mit dem ich mich nun schon seit bald zweieinhalb Jahren herumschlage und das sich immer noch nicht wesentlich verbessert hat, das ganz im Gegenteil gerade wieder richtig fies wird.
Ich bin extrem durcheinander und hoffe und bete, das sich doch noch irgendetwas anderes für uns ergibt. Wo ich mich doch eigentlich für meinen Liebsten freuen müsste.

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“Und was machen Sie so beruflich?”

“Karussellanschieber auf dem Mittelaltermarkt.”

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Es geht weiter

Die Erde dreht sich weiter und allen Katastrophen zum Trotz gibt es hin und wieder auch  gute Nachrichten.

Eine unglaubliche Schnarchnase ein unglaublich kompetenter Kollege ist offenbar aus seinem monatelangen Tiefschlaf erwacht und hat mir eine Ausschreibung zugeschickt. Und es klingt sehr machbar.

Herr Silencer, Sie ahnen, von wem und wovon die Rede ist?

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Schlechter Stil II

Und schon wieder so einer.

Meine Güte, wissen die Personaler heutzutage denn nicht mehr, was sich gehört und wie man Absagen anständig verschickt?

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Schlechter Stil

Lieber Arbeitgeber,

das du mir eine Absage schickst, weil ein anderer Bewerber mit seinen Qualifikationen besser auf die Stelle passte – blöd für mich, aber im Grunde kein Problem. Das kommt vor.

Das du mir aber bei der Rücksendung meiner Unterlagen auch noch mein Anschreiben an dich mitschickst, das ist leider ganz, ganz schlechter Stil. Macht man einfach nicht.

Vielleicht braucht ihr ja noch jemanden für die Personalabteilung, der weiß, wie man das mit den Absagen richtig macht?

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