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Mit ‘Autofabrikstadt’ getaggte Artikel

Das war sie nun also.
Die Fußball-WM, bei der ich zweimal live im Stadion war. Bei der ich drei der vier Halbfinalisten live habe spielen sehen. Bei der ich im Viertelfinale das deutsche Team habe ausscheiden sehen. An mir lag es nicht, ich habe alles gegeben! Wie wir seit gestern wissen, immerhin gegen den Weltmeister. Und obwohl ich mir insbesondere das Ende dieses einen Abends vorher ganz anders vorgestellt hatte – es war dennoch großartig.
Dabei gewesen zu sein. WM-Luft zu schnuppern. Die Atmosphäre zu spüren, die Fans aus aller Welt zu treffen. Während des Trainings ums Stadion herumzuschleichen und hinterher ein paar Autogramme vom Team zu ergattern.
Ob ich so etwas im Leben wohl noch einmal erleben werde?

Dank auch an Herrn Inishmore, der mit seinem Unfassbar Kompetenzfreien WM-Tagebuch jedem einzelnen Spiel in gewohnt spektakulärer Weise seinen Tribut zeugte.

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Bald schon ist wieder Fußball-WM, genauer gesagt, die Fußball-WM der Frauen. Und ganz allmählich werden hier und da bereits Vorfreude und WM-Fieber spür- und greifbar. Auch hier bei uns. Zwar haben wir keine Tickets für eines der Spiele, jedoch wohnen wir immerhin an einem der Spielorte und gedenken, uns auf den Straßen unseren Teil Atmo und geile WM-Stimmung einzufangen. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja kurzfristig doch noch mit Tickets.
Eine Neuigkeit, die die WM-Vorfreude quasi ins unfassbare ansteigen lässt, erfuhr ich vorhin bei Frau Bioschokolade: Das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch – das letzten Sommer bei der WM in Südafrika so unglaublich viel Spaß gemacht hat  – geht auch zur Fußball-WM der Frauen wieder auf Sendung! Das ist genial, das ist Kult!
Fußballfans: Lesen! Ihr werdet es lieben und dabei vor Lachen vom Stuhl kippen.
Fußball-Nicht-Fans: Lesen! Ihr werdet vor Lachen vom Stuhl kippen und dabei zum Fußballfan werden!
Ein kleiner Wehmutstropfen trübt jedoch die Vorfreude. Wurde mir doch vorhin klar, das bei einer Frauen-WM vermutlich der schicke Herr Löw gar nicht in seinen taillierten weißen Hemden am Spielfeldrand stehen wird. Och menno!

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Ein Wartebereich direkt neben dem Empfangstresen und offenbar auch Hauptarbeitsbereich der Arzthelferinnen. Keine räumliche Trennung außer einer kleinen Stellwand in einer Ecke. Hat man ja durchaus häufiger so.
In den allermeisten Fällen ist es dann allerdings auch so, das die dort arbeitenden Personen sich stets der Nähe zu den wartenden Patienten bewusst sind , ebenso wie der Tatsache, das man dann eben aus dem Wartebereich jedes, wirklich jedes dort am Empfangstresen gesprochene Wort mithört. Auch dann, wenn es nur mit halblauter Stimme gesprochen wird.
Da, wo ich heute zum ersten und wohl auch zum letzten Mal war, da ist man sich dessen offenbar nicht bewusst. Oder ist ist den jungen Damen schlichtweg egal. Und deshalb darf man dort als wartender Patient fröhlich mitanhören, wie die Arzthelferinnen sich gegenseitig anzicken, wie sie untereinander ganz unbefangen Inkompetenz ausdrücken, wie sie ätzende Bemerkungen über gerade in den Behandlungbereich geschickte Patienten machen oder Patienten, die gerade am Telefon waren, nachäffen. Und wenn ich als dort wartende Patientin solches mitbekomme, dann fühle ich mich in dieser Praxis sehr, sehr unwohl. Und, ganz unabhängig vom Arzt, der dort im Behandlungsbereich auf mich wartet, alles andere als gut aufgehoben.
Ich muss mich wohl leider doch nochmal nach einem anderen Arzt umsehen.

(Ich hatte sogar überlegt, den Arzt mal dezent darauf anzusprechen, ob er wohl mal mit seinen Mitarbeiterinnen reden würde, was sie meinen, wie ihr Verhalten wohl so auf Patienten wirkt und was für ein Licht das auf seine Praxis wirft. Aber der Kollege war dann leider auch recht gestresst und kurzangebunden, so das ich es gar nicht erst versucht habe.)

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Goldene Regel für Geschäfte, die die aufgegebenen Geschäftsräume anderer Geschäfte übernehmen:

  • Achten Sie bei der Übernahme der Verkaufsräume stets darauf, ob nicht die verbliebenen Aufschriften des Vorgängergeschäfts zusammen mit den Ankündigungen zur Neueröffnung Ihres Geschäfts eventuell für unfreiwillige Komik sorgen könnten.

Fleisch - Wurst - Schinken - UllaP.

(Hier: bekanntes Bekleidungsgeschäft für etwas kräftiger gebaute Damen übernimmt Räume eines Fleischereifachgeschäfts.)

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In Niedersachsen scheint das recht verbreitet zu sein – zumindest kann ich mich auch aus dem Unistädtchen noch gut daran erinnern: Straßenkreuzungen, bei denen, wenn die Linksabbieger Grün haben, gleichzeitig auch die Fußgänger am die links abbiegende Straße überquerenden Übergang Grün haben. Da kann man als Autofahrer eben nicht gleich lospreschen, sondern muss ein bißchen aufpassen, ob da vielleicht Fußgänger sind. Ein bißchen Aufmerksamkein und Rücksichtnahme und alle kommen sicher ans Ziel.
Im Unistädtchen funktionierte das auch meistens gut. Durch die Uni gab (und gibt) es dort solche Massen an Fußgängern und Radfahrern, die das Straßenbild beherrschen, das man, von ein paar schwarzen Schafen auf beiden Seiten abgesehen, von einer Art friedlichen Koexistenz sprechen kann.
In einer Stadt jedoch, die ihre reine Existenz der Automobilindustrie verdankt, sind Fußgänger in der Minderheit. Man fährt Auto, in aller Regel dick, neu und aus heimischer Produktion – Werksangehörige zahlen ja vermutlich nicht dieselben Apothekenpreise wie Otto Normalbürger – und man fährt gern Auto. Das es da auch Menschen gibt, die (mangels eigenem fahrbaren Untersatz oder auch einfach nur weil sie es gern tun und nicht wegen jedem Pipifax die Umwelt verpesten wollen) zu Fuß gehen, das nimmt man maximal voll Unverständnis zu Kenntnis. Rücksicht aber nimmt man darauf nicht.
Und so fährt man hier auch an der Ampel, wenn die eigene Abbiegerspur Grün hat, munter vorwärtspreschend los. Die dahergelaufenen Fußgänger werden schon respektvoll beiseitespringen, so sie sich überhaupt – trotz Grün auch auf der Fußgängerampel – bereits auf die Straße gewagt haben sollten.

EDIT: Ha. Keiner hat bemerkt – oder zumindest hat es bisher keiner bemängelt – das ich wieder mal rechts und links vertauscht habe. Es geht natürlich logischerweise um die Rechtsabbiegerspur, die zusammen mit den Fußgängern Grün hat. *hust* Ich lass das jetzt einfach mal so stehen.

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Die in den letzten Jahren immer mehr verbreitete Sitte, an Schaltern und Bedientheken einen gewissen Diskretionsabstand einzuhalten, mag ich sehr. Vielerorts wird ein solcher Abstand ja durch ein entsprechendes Hinweisschild eingefordert, aber auch da, wo dies nicht der Fall ist, gehört es für mich und viele andere inzwischen ganz selbstverständlich zum guten Ton, dem Vordermann, der dort sein Verkaufs- oder Beratungsgespräch führt, nicht allzu dicht auf die Pelle zu rücken.
Selbstverständlich heutzutage?
Hier nicht.
Stehe ich hier wartend vor einem Schalter, mit ein bißchen respektvollem Abstand zum gerade bedient werdenden, signalisiert dieser Abstand den hiesigen offenbar, ich würde nur wartend dort in der Gegend herumstehen. Schon mehrmals ist es mir hier jetzt schon passiert, das ich jemandem nicht zu sehr auf die Pelle rücken wollte und sich daraufhin andere kackfrech vorgedrängelt haben.
So auch heute wieder. Als ich den bratzigen, nach Zigaretten stinkenden älteren Mann dezent darauf hinwies, das ich schon länger warte und er mich dann grummelnd vorließ – “ich dachte, Sie stehen da nur so…” – rückte er denn auch schön dicht auf, so das ich seinen Nikotinatem mehr als deutlich im Genick spürte.
Diskretionsabstand? Hier anscheinend ein Fremdwort.

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Länger ist hier jetzt nichts neues mehr erschienen. Seit dem Auszug aus der wunderbaren, geliebten Wohnung im wunderschönen Kiel nicht.
Ich meide meinen eigenen Blog seit wir hier angekommen sind. Ich meide etliche andere Blogs, deren “alles ist so schön, uns gehts ja so gut”-Tenor mir gerade ganz besonders schlecht bekommt. Es tut mit leid und ich bin wirklich niemand, der anderen Glück und Zufriedenheit missgönnt, aber ich kann es einfach gerade nicht besonders gut ertragen.
Das hat so seine Gründe.
Unser Start, unsere Ankunft hier war und ist von zahllosen kleineren und größeren Katastrophen überschattet.
Der Mensch, der uns zugesagt hatte, die Wohnung vor dem Einzug rechtzeitig, ordentlich und fachmännisch zu tapezieren und zu streichen hatte offenkundig keine Ahnung, wie so etwas gemacht wird, was man der Arbeit an alles Ecken und Enden ansah, und war so rechtzeitig fertig geworden, das die ganze Wohnung noch voller Arbeitsmaterial sowie Spuren unzureichender Abdeckung war, als wir ankamen. Ende vom Lied: Alle Tapeten mussten wieder runter. Und werden jetzt wieder neu gemacht. Stück für Stück, Zimmer für Zimmer.
Folge: Zahlreiche Möbel konnten vom Umzugsunternehmen nicht wie vorgestehen aufgestellt und montiert werden. Extra aus diesem Grund sind wir diesmal mit Umzugsunternehmen umgezogen, nun konnten die Mitarbeiter einen Teil der Arbeiten, für die wir sie bezahlten, gar nicht ausführen. Viel Geld umsonst verpulvert.
Als nächstes stellte sich Samstags heraus, das der von mir angenommene Termin zur Lieferung und Montage der Küche am Montag nur ein vorläufiger Termin war und es tatsächlich erst im neuen Jahr was werden wird. Einerseits doof, weil wir nun schon seit Wochen ohne Küche sind, weil wie vieles andere auch die Küchenkisten unausgepackt rumstehen und wir uns von Keksen, schnell geschmierten Brötchen und außer Haus ernähren, andererseits aber doch auch gut, weil ja auch die Küche neu tapeziert werden musste. Und natürlich schlecht, das ich nun nach wie vor nicht weiß, ob nun alles wie geplant passt und mich, je länger es dauert und je mehr Katastrophen hier so zutage treten, weiter in Panik steigern kann, das auch damit irgendwas schiefgehen wird.
Halbwegs gemütliche Winterabende im vorerst untapezierten Wohnzimmer – Fehlanzeige. Es zieht. Wie Sau. Das diese Wohnung nicht so traumhaft isoliert und gedämmt ist wie die alte, das war klar. Aber das wir hier abends auf der Couch sitzen, die Heizung voll aufgedreht und einerseits fast eingehen vor Hitze, andererseits aber schlottern wie verrückt, weil irgendwo durch die Fenster ein eisiger Luftzug dringt, das geht nicht. Ebenso, das wir im Schlafzimmer noch nicht eine Nacht ohne Heizung wenigstens auf Drei geschlafen haben – noch nie im Leben habe ich bisher mit Heizung an geschlafen, hier geht es derzeit nicht ohne. Leider war der für Fenster und Türen zuständige Handwerker in den Tagen vor Weihnachten bereits im Betriebsurlaub – die Geschäfte laufen wohl recht gut – und kann erst im neuen Jahr mal nachsehen. Solange dringen hier kalte, eiskalte Luft und Feuchtigkeit durch die Fensterrahmen und in den Fensternischen bilden sich auch bei heftigstem Heizen und Lüften immer wieder Schimmelflecken.
Und weiter: an den Decken im Wohnzimmer und in der Küche (die Decken waren bereits im Auftrag der Hausverwaltung tapeziert worden) klaften große Lücken zwischen einzelnen Tapetenbahnen, von Tag zu Tag löste sich die Tapete mehr vom Untergrund. Der zuständige Maler beschloss: Die muss ebenfalls runter und wieder neu dran. Im Zuge dieser ganzen, hier noch mehr Chaos und Baustellenfeeling verursachenden Aktion stellte sich dann die in meinen Augen größte Katastrophe heraus: feuchte Wände. Wollten uns die zuständigen Mitarbeiter bei der Hausverwaltung anfänglich noch was von “Baufeuchte”, verusacht durch die Modernisierungsarbeiten in der Wohnung, erzählen, ist inzwischen relativ klar, das irgendwo durchs undichte Dach Wasser ins Mauerwerk sickert und hier in den Wänden wieder rauskommt. Da bleibt kleine Tapete kleben und klebt sie anfänglich doch, löst sie sich später, damit sich dahinter hübsch Schimmel bilden kann. Wundervoll!
Diese ganze Feuchtigkeitssache stellte sich zwischen den Jahren heraus, bei der Hausverwaltung nur Notbesetzung. Zwar ist für mich diese Situation eine Notsituation, aber dort hieß es, ich solle mich am Montag nach Neujahr an den zuständigen Mitarbeiter wenden. Prima, werd ich tun. In den letzten Tagen hatte ich genug Zeit, mich so richtig in meinen Zorn über diese ganze Nummer reinzusteigern. Diese Wohnung hier, die wurde uns damit schmackhaft gemacht, das sie vor Einzug komplett modernisiert würde. Bei sowas rechne ich dann wirklich nicht damit, in so einem maroden, feuchten, schimmelbefallenen Kasten zu landen. Ich kann es leider nicht nachweisen, aber ich kann mir nicht vorstellen, das dieses Problem bei den Umbauarbeiten hier nicht aufgefallen sein soll. Oder das es sogar schon vorher, durch den Vormieter bekannt war. Und finde es eine echte Sauerei, uns dann einfach so hier einziehen zu lassen. Wer auch immer von dieser Hausverwaltung hier morgen als erstes auf der Matte steht, der wird das ausbaden dürfen. Und der nächste, der mir was von “Baufeuchte” erzählt, der fliegt vom Balkon.
Ich bin echt stinkig über diese ganze Angelegenheit. Nicht nur, das man uns in diesen maroden Kasten einziehen lässt, ohne irgendeines dieser Probleme zur Sprache zu bringen. Nein, wir sind außerdem ja auch dabei, einen ziemlichen Haufen Geld in diese Wohnung zu stecken, in Form von Handwerkerkosten fürs Tapezieren und fürs Laminat, in Form der Küche, die hier reinpassen soll und nicht ganz billig ist, und und und. Ich habe einfach ein verdammt schlechtes Gefühl dabei, soviel Geld in eine Wohnung zu stecken, in der ich mich gerade aktuell so unwohl und unsicher fühle.
Keine sichere Basis wie die alte Wohnung, in die wir bei jedem Wetter, im dicksten Schnee, Regen, Nebel, Sturm, immer heimkehren und uns warm, trocken und sicher fühlen konnten. Geborgen und beschützt.
Bisher gehörte ich immer zu den Menschen, die jedes Wetter irgendwie gern mochten. Schnee, wunderbare verschneite Winterlandschaften, klare, knackige Eiseskälte, herrlich! Regen, der ans Fenster prasselt, wärend man drin gemütlich mit einer Tasse Tee sitzt, Sturm, der ums Haus tost, wärend man langsam in den Schlaf gleitet, alles war irgendwie schön. Das ist es jetzt nicht mehr. Bei jeder Änderung der Wetterlage frage ich mich voller Angst, wie sich das jetzt wieder auf die Lage in dieser Wohnung auswirkt. Und diese Angst trägt auch nicht gerade dazu bei, das ich mich hier wohler fühle. Ganz zu schweigen von meinen Bedenken, was die Hausverwaltung nun überhaupt unternehmen kann – den guten Willen dazu mal ganz optimistisch vorausgesetzt – um diese Schäden zeitnah abzustellen.
Ich hoffe, das es irgendwann, wenn sich das alles irgendwie geregelt hat, besser wird. Im Moment aber bin ich unglücklich, fühle mich unwohl, bin voller Ängste. Und bin sehr unsicher, wie ich mit diesem Blog weitermachen soll. Denn irgendwie gehört das bloggen für mich im Moment noch nach Kiel, wo ich mal damit angefangen habe, das oft genug Inhalt meiner Postings war, wo ich mich trotz der eigentlich doch sehr kurzen Zeit so sehr zuhause gefühlt habe.

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Klar gibt es, neben aller Trauer, aus dieser schönen Stadt, dieser wundervollen Gegend wegziehen zu müssen, auch einige Dinge, auf die ich mich freue, wenn der Umzug erstmal abgewickelt ist. Kleinigkeiten hauptsächlich.
Als da wären:
Die Tatsache, das die Autofabrikstadt als die “italienischste Stadt Deutschlands” gehandelt wird. Was dazu führt, das es dort – im Gegesatz zu hier, sorry Kiel! – anständige, gute italienische Pizza gibt. (Bereits erprobt.) Außerdem hoffe ich auf ein paar schöne italienische Lebensmittelgeschäfte mit richtig gutem Olivenöl und schönen Gemüsesorten, die über das Standardangebot normaler Supermärkte hinausgehen.
Die Biogemüsekiste, die wir dort abonnieren werden. Sicherlich gibt es soetwas auch hier, jedoch kam ich erst zu einer Zeit auf die Idee, als klar war, das wir in absehbarer Zeit hier wegziehen werden. Und zu eienr Zeit, als unser Haushalt die allermeiste Zeit nur ein Einpersonenhaushalt war. Da lohnt sich das ja nicht so wirklich. Aber bald!
Der Biosupermarkt, der in fußläufiger Entfernung zu unserer Wohnung liegt.
Das eine Zimmer mehr, das unsere neue Wohnung hat. Kein Kombiniertes Arbeits-Schrägstrich-Gästezimmer mehr, für das ich Besucher Wochen im Vorraus anmelden muss, damit das Zimmer halbwegs begehbar wird und ich vorher nochmal durchwischen kann. Sondern ein Arbeitszimmer. Und ein Gästezimmer. Und außerdem mein Zimmer.
Die Möglichkeit durch das etwas mehr an Platz vielleicht auch das ein oder andere Stück aus dem Haus meiner Mutter in unser Zuhause integrieren zu können.
Und neben allen Kleinigkeiten natürlich die eine wunderbare große, allerwichtigste Sache: Das die Zeit der Fernbeziehung dann vorbei ist, das ich meinen Liebsten dann, bis auf die Zeiten, da er geschäftlich in der Welt umherreist, dann endlich wieder täglich bei mir haben werde. Wieder Abend für Abend beim Einschlafen seinem Atemzügen zu lauschen, für uns beide statt nur für mich allein kochen zu können, einfach, ihn endlich wieder um mich zu wissen.

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Es ist wirklich zum Kübeln.
Da hat sich dann doch mal eine potentielle Wohnung aufgetan, eine, die zwar nicht voll und ganz meinen Wunschvorstellungen entspricht, die aber doch soweit unseren Bedürfnissen entgegenkommt und noch dazu im Wunschstadtteil liegt, das ich dafür sogar bereit wäre, auf eines meiner eigentlich Essentials – in diesem Fall das Badezimmerfenster – zu verzichten.
Auch um dem elenden ständigen hin und her des Liebsten endlich mal ein Ende zu machen. Und um endlich mal zu wissen, wo es denn dann hingeht. Denn das ist auch so etwas, das mir, wie ich merke, überhaupt nicht guttut, auch körperlich: Seit Wochen, nein schon Monaten stehe ich quasi durchgehend unter Strom, durchforste tatgtäglich Möglichkeiten um Möglichkeiten nach einer vernünftigen Wohnung, wäge hier und da ab, ob wir hier und da einen Kompromiss finden können, in ein oder zwei Fällen war die entsprechende Wohnung leider gerade weg, wenn ich mich zum Kompromiss durchgerungen hatte.
Das wäre mir hier zunächst auch fast passiert: Die Wohnung stand Mitte letzter Woche bei der Vermietungsgesellschaft online. Ich guckte und guckte, stellte fest, überlegte, wartete ab und überlegte noch ein bißchen. Nach zwei Tagen dann die Überlegung, dann eben doch diesen Kompromiss einzugehen. Nochmal auf der Seite der Vermietungsgesellschaft geschaut: Wohnung nicht mehr drin. Mist! Großer Frust, aber noch nicht ganz hoffnungslos, denn es war schon ein paarmal so, das Wohnungen nach ein paar Tagen wieder auftauchten. Aus irgendeinem Grund vorübergehend rausgenommen und dann doch wieder eingestellt worden waren.
So auch hier: Gestern Nachmittag große Freude meinerseits – die Wohnung ist doch wieder drin! Für einen Anruf bei der Vermietergesellschaft ist es zu spät, also auf heute vormittag verschoben. Aber schonmal die Beschreibung kopiert und dem Liebsten gemailt, denn der weilt diese Woche malwieder über den großen Teich im weit entfernten Mormonenhausen. Der Liebste scheint auch durchaus ganz angetan (ihm war dieses eine Fenster nie so wichtig wie mir).
Heute morgen dann angerufen. Mehrere Dinge. Zunächst: Die Wohnung ist noch bis 31.8. vermietet. Ja ok, was solls. Dann aber weiter: Der derzeitige Mieter wünscht keine Besichtigungen, solange er dort noch wohnt, was von der Vermietergesellschaft offenbar so akzeptiert wird. Äh, hallo? Ich meine, ist das normal? Gibt es nicht Regelungen, das man, wenn man eine Wohnung gekündigt hat, zum Zwecke der Weitervermietung dem Vermieter, bzw. potentiellen Nachmietern Besichtigungen ermöglichen muss? Klar, nicht ständig und nicht rund um die Uhr, aber in einem vernünftigen Ausmaß und Zeitrahmen muss das doch wohl möglich sein! Nein, der Mieter hätte darum gebeten, das keine Besichtigungen stattfinden und das sei ja sein gutes Recht… Ist es das wirklich? Keine Ahnung. Ich selbst käme nie auf die Idee, meine Wohnung zu kündigen und dann zu sagen, ätsch, aber besichtigen dürft ihr erst, wenn ich weg bin.
Nun ja, weiter im Text: Wenn der ehrenwerte Mieter dann raus ist, also ab September, soll die Wohnung renoviert werden. Finde ich auch ganz toll. Dauern soll das ganze allerdings etwa 2 Monate. Argh! Mal nachrechnen: Anfang September plus zwei Monate, das heißt, wir könnten da frühestens Anfang November einziehen. Nochmal Argh! Das ist ein Zeitpunkt, zu dem ich bisher dachte, schon längst umgezogen zu sein und in der Autofabrikstadt zu wohnen. (Mal abgesehen davon, das ich für Ende Oktober Karten für ein Konzert in der Nachbarstadt habe, zu dem ich eigentlich nicht groß anreisen wollte, aber das nur am Rande.)
Aber auch das, auch dieser noch elend weit weg liegende Termin Anfang November wäre für mich akzeptabel, wenn, ja wenn ich das eben jetzt schon definitiv wüsste. Wenn ich die Wohnung jetzt sehen könnte, und jetzt unterschreiben könnte, das wir sie dann auch bekommen. Jetzt. Und nicht erst Anfang September, wenn der ehrenwerte Vormieter raus ist und endlich mal ein Besichtigungstermin möglich ist. Und auch dann eben auch nur vielleicht, weil es an dieser Wohnung mit Sicherheit noch einige andere Interessenten gibt und es offenbar nicht möglich ist, uns die Wohnung auch bei deutlich bekundetem wirklich großem Interesse bis dahin zu reservieren. Doppel-Argh hoch drei!
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Ich bin langsam echt ziemlich mit meinen Nerven am Ende. Einerseits trauere ich nach wie vor sehr darüber, von hier weg zu müssen, andererseits macht mir aber auch die ständige mal tage-, mal wochenlange Trennung vom Liebsten immer mehr zu schaffen, auch will ich es irgendwann mal hinter mich bringen und endlich einen Schlussstrich unter diesen quälend langen Abschied ziehen. Ich will, wenn schon nicht nächste Woche umziehen, dann doch zumindest endlich mal konkret und greifbar wissen, wo genau die Reise hingeht und wann es tatsächlich soweit ist. Ich will endlich definitiv wissen, in welche Wohnung wir ziehen werden, will anfangen können zu planen, wie der Umzug vor sich gehen soll, anfangen können, Dinge einzupacken, und und und.
Und das kann ich nun nicht, weil irgendein sehr merkwürdiger Mensch meint, er könnte seine Wohnung kündigen und dann bis zum letzten Tag völlig ungestört von irgendwelchen Interessenten darin hockenbleiben. Und weil es der Vermietergesellschaft offenbar so gut geht, das sie dort kein gesteigertes Interesse daran haben, eine einzelne Wohnung zügig und nahtlos weiterzuvermieten.

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Neulich, als ich den Liebsten in der Autofabrikstadt besuchte, da war ich auch geocachenderweise unterwegs.
Auf diesen “Sport” aufmerksam geworden war ich schon letztes Jahr irgendwann, durch diverse Blogs und durch Erzählungen im Bekanntenkreis. Fand ich von Anfang an spannend, wollte ich auch. Nicht nur einfach spazierengehen, sondern einen Schatz suchen. Auch wenn der Schatz oft nur aus einer kleinen Dose mit ein paar Zetteln darin besteht, auf denen man dann seinen Namen und das Funddatum hinterlässt. Der Weg ist das Ziel, das Aufspüren des Verstecks das Reizvolle.
Diverse Karten, auf denen die Verstecke der Umgebung verzeichnet sind, waren im Netz schnell gefunden, allein fehlte mir das Werkzeug des Geocachers: das GPS-Gerät
Bei meinem kleinen Ausflug nach Dänemark im März dann schloss ich mich einem kleinen Trüppchen an, das in der dortigen Umgebung auf Cachejagd gehen wollte. Auch hier kein extra GPS-Gerät vorhanden, jedoch ein EiFon mit Geocaching-App. Funktionierte auch wunderbar, als ich jedoch auf die Idee kam, mir die Software auf meinen EiPott zu laden, riet man mir ab: Dieser hat schließlich keinen GPS-Sensor wie das EiFon. Würde also nicht funktionieren. Upps, stimmt ja. Mist.
Nunja, drei von vier Chaches stöberten wir auf (zwei davon entdeckte ich als erstes, jawohl), der vierte war deshalb nicht auffindbar, weil er offensichtlich erst kürzlich, möglicherweise bei Schneeräumarbeiten von schwerem Gerät abgeräumt worden war.
Neulich dann in der Autofabrikstadt entdeckte ich auf der Onlinekarte einen Cache direkt neben des Liebsten neuer Arbeitsstelle. Einen Multicache sogar. Netterweise war der Startpunkt neben den Koordinaten so deutlich erkennbar (wenn man schonmal direkt davorgestanden hat jedenfalls), das ich mich mutig auch ohne Peilgerät auf den Weg machte und bei strömendem Regen und beobachtet von zahllosen Karnickeln meinen ersten Cache im Alleingang aufspüren konnte.
Und nun würde ich zu gern weitermachen und in der Zeit, in der ich noch hier bin und darauf warte, das wir endlich eine Wohnung finden und umziehen können, schnell noch sämtliche Chaches der Umgebung abräumen. Nur fehlt mir immer noch das nötige Gerät.
Also, wer möchte ein Garmin GPS eTrex Venture HC verschenken? :-)

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