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Mit ‘Knie’ getaggte Artikel

Bisher kannte ich die Dinger nur aus diversen Dauerwerbesendungen auf diversen Privatsendern. Muskelstimulationsgeräte. Man bappt sich ein paar Elektroden auf die Plauze und hat schon nach kurzer Zeit ohne jede Ernährungsumstellung und/oder sportliche Betätigung einen tollen Waschbrettbauch. Zauberei!
Das diese Dinger in erster Linie eine Gelddruckmaschine für die Hersteller darstellen, sollte wohl jedem einigermaßen klar sein.
Trotzdem sind, wie ich jetzt erfuhr, ganz ähnliche Geräte auch auf Rezept erhältlich.
Vor zwei Tagen wieder mal Termin beim Operateur. Mit den Fortschritten – das Knie sieht schon fast wieder wie ein Knie aus, die Beugung ist schon fast wieder im normalen Bereich, nur zuviel Belastung am Stück ist noch nicht so gut – war er schon recht zufrieden, richtete dann sein Augenmerk auf den einen Oberschenkelmuskel, den er ganz besonders aufgebaut haben möchte, um das Knie insgesamt zu stabilisieren.
Hmmm, ja, fühlt sich auch schon wieder etwas kräftiger an, könnte aber noch besser sein. Sollen wir es mal mit einem Muskelstimulationsgerät versuchen?
Muskel…äh…was? Sowas wie die Dinger im Fernsehen?
Nicht ganz, aber so ähnlich.
Das Gerät soll bewirken – so wie ich das verstanden habe – das der Muskel stärker durchblutet und in Verbindung mit dem Training noch mehr gekräftigt wird, als durch die Übungen alleine. Das der Muskelstimulator alleine, ohne zusätzliche Übungen gar nichts bringt betonte der Doktor mehrmals sehr nachdrücklich.
Heute war ich dann nochmals in der Praxis, bekam das Gerät ausgehändigt und eine kurze Einweisung in die Bedienung.
Und nun darf ich dreimal täglich 20 Minuten lang meine Oberschenkelmuskeln mit Stromstößen traktieren. Sich langsam steigernde und dann wieder nachlassende Stromstöße, in kurzen Intervallen, dazwischen kleine Pausen. *bzzzzzzzzz* Im Moment halte ich Stufe 11 gut aus, ab 12 wirds schon recht unangenehm. Aber das ist sicher noch ausbaufähig.
Na dann. Mal sehen, was es so bringt. Der Muskel fühlt sich nach der ersten 20minütigen Session jedenfalls sehr schön irgendwie bzzzzzzzzz an.

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Hatten wir letzte Woche noch den Bekannten aus Berlin für zwei Tage zu Besuch, der in seiner Eigenschaft als Polizist schon durch so manches Tatortbild stolperte, rief eben die Agentur an, um meine Wenigkeit für eine Szene zu engagieren. Hach! Ruhm und Ehre!
Auch wenn ich noch nicht wieder so gut zu Fuß bin, machbar wäre es. Halbwegs normal gehen oder auch nur in der Landschaft rumstehen kann ich schon wieder sehr gut, lediglich rennen ist definitiv nicht drin. Ein Problem könnte der Drehort sein, der diesmal wohl ein bißchen außerhalb liegt, der Liebste und das Kleine Schwarze Auto sind an exakt diesem Tag aber unterwegs zum neuen Job. Gut, evtl. ließe sich das trotzdem organisieren.
Das größere Problem ist jedoch, das ich exakt an diesem Tag und zwar nicht frühmorgens, sondern mitten drin, einen Termin beim Operateur habe. Und beim Versuch, diesen um ein oder zwei Tage zu verschieben, erfuhr, dass erst in 3 Wochen wieder Termine frei seien. Das ist mir dann, da es eben doch um was bedeutendes geht, nämlich um mein Knie, einfach zu weit weg. Und so verzichte ich schweren Herzens.
Schade! Gerne hätte ich mich noch einmal vor die Kameras geworfen, hätte noch einmal in einem Tatort mit Herrn Borowski mitgewirkt, für Ruhm und Ehre und überhaupt. Wäre dies doch vermutlich meine letzte Möglichkeit gewesen, beim Kiel-Tatort dabeizusein. Aber – es soll wohl nicht sein.

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Aber nicht zum Essen, nein, auf dem Knie.
Nach der ersten Punktion war das Knie relativ schnell wieder fast auf die vorige Dicke angeschwollen, also wurde letzte Woche nochmal punktiert und ordentlich Flüssigkeit abgezapft. Schön ist anders.
Sowohl der Arzt als auch die Physiofreundin hatten mir schon mehrfach zu Quarkwickeln geraten, um die Schwellung kleinzukriegen. Quark soll eine schmerzlindernde, abschwellende und auch entzündungshemmende Wirkung haben und wird auch in Kurkliniken insbesondere bei Gelenkverletzungen angewandt. Genau das Richtige für mein Knie also. Weil ich aber immer wieder beim Einkaufen gerade nicht daran gedacht habe und darum nie Quark im Haus hatte, ging es diesmal direkt aus der Arztpraxis in den großen Supermarkt auf der anderen Kanalseite.
Zuhause kam das weiße Zeug dann direkt aufs Knie. Ein kleines Päckchen (250g) Magerquark, schön großräumig über das Knie verteilt und mit ein wenig Küchenpapier umhüllt. Es empfiehlt sich, nicht zuwenig an Tüchern darunter zu legen, jedenfalls, wenn man an seinem Sofa oder seiner Bettwäsche hängt, da der Quark, so trocken er auch wirkt, während der Einwirkzeit nicht ganz wenig abtropft.
Aushalten lässt es sich mit dem Wickel gut anderthalb bis zwei Stunden, wenn man nicht gerade dringend wohin muss und ein gutes Buch, den Fernseher oder ein paar Blogs zur Verfügung hat.
Und ob es hilft? Ich habe ja mit alten Hausmitteln schon einige gute Erfahrungen gesammelt und das Knie ist immerhin seit der letzten Punktion noch nicht wieder so stark wie davor angeschwollen.
Ganz normal sieht es natürlich noch nicht wieder aus, aber seitdem die ganz dicke Schwellung weg ist, bin ich auch irgendwie schon wieder deutlich beweglicher geworden, kurze Strecken in der Wohnung lege ich jetzt schon immer mal wieder ohne Gehstützen zurück, was echt praktisch ist, da ich dann nicht jedesmal den Liebsten nerven muss, wenn ich mal Kleinigkeiten von der Küche ins Wohnzimmer zu tragen habe. So langsam wird es also. Wer weiß, vielleicht hüpfe ich doch bald schon wieder als junges Reh durch die Gegend…

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40 ml

Heute morgen war Fädenziehen vorgesehen. Ging ganz schnell und tat gar nicht weh, hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Bei dem Finger, den ich mir vor ca. 10 Jahren mal absäbeln wollte, war das auch deutlich unangenehmer. Aber diesmal nur so: schnipp-schnapp, vorbei!
Darauf allerdings, das der Doktor hinterher noch mit einer Spritze 40 Milliliter Flüssigkeit abzapfte, war ich so gar nicht vorbereitet. Aua.
Aber dafür ist jetzt das eklige Druckgefühl weg.

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Jammercontent

Das Knie ist immer noch relativ dick und tut seit ein paar Tagen bei fast jeder Bewegung saumäßig weh.
Morgen also nochmal außerplanmäßig den Arzt heimsuchen. Auch wenn mir im Moment noch unklar ist, wie ich das logistisch bewerkstelligen soll. Bei dem Wetter und so…

Meine absolute Traumvorstellung im Moment: meine Küche mal wieder so richtig schön ordentlich aufräumen und eine Maschine Wäsche waschen und aufhängen. Oder auch einfach nur mal spontan aufstehen und loslaufen. *seufz*

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Tag 3

  • Unglaublich, wie anstrengend so ein paar kleine Termine am Vormittag sein können, wenn man sich die Welt auf Krücken erschließen muss: Einmal kurz in die Praxis des Operateurs zur Kontrolle (sieht alles gut aus, nur noch etwas geschwollen, aber das wird), dann ein halbes Stündchen Physiotherapie in einer Praxis hier im Dörfchen, von da nachhause gehumpelt – und ich hänge fix und fertig auf dem Sofa und mag mich nicht mehr rühren.
  • Beim Duschen heute morgen – dem ersten Mal nach der OP – sehnte ich mich schon ein wenig in die Klinik zurück. Die dortige Nasszelle, die ich ja bei meinem Aufenthalt nur zum Toilettengang und zum Zähneputzen nutzte, hatte so eine hübsche Dusche ohne Randbegrenzung, mit schönen, stabil wirkenden Stützgriffen an den Wänden und sogar einem feinen Notfallsitz. Und unsere Wanne hier… puh!
  • Leider während der ganzen OP-Sause verpasst: Der 45.000 Besucher meines kleinen Blogs war da. Irgendwann in den letzten Tagen. Na gut, beim 50.000 wird dann aber groß gefeiert. Außerdem: der 333. Spamkommentar. Schnapszahl – Stößchen!

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Der Anruf in der Klinik am Vorabend ergab: Ich sollte um 9:30 dort antreten, meine OP sei für ca. 12 Uhr eingeplant.

Also stand ich am nächsten Morgen um halb zehn mit Sack und Pack am Empfang und unterschrieb diverse Formulare, dann wurde ich auf die Station geschickt, wo mich ein freundlicher Pfleger in Empfang nahm, mir ein leeres 2-Bettzimmer zeigte und mir sagte, ich dürfe mir ein Bett aussuchen. Ich entschied mich für das am Fenster, ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte, da der zu diesem Bett gehörende Roll-Nachttisch mit Ausklapptablett so ungefähr der manövrierunfähigste der ganzen Klinik war. (mehr…)

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Was so geht…

…wenn man mit einem relativ frisch operierten Knie allein zuhause ist:

Eine volle 1,5-Liter-Thermoskanne mit dem Henkel am Griff einer Krücke Unterarmgehstütze aufgehängt durch die Wohnung schleppen.

Aber wie sagt Herr Gottschalk immer so schön: Liebe Kinder, nicht nachmachen!

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Knie in Kürze

Bin wieder zuhause, alles einigermaßen gut.
Ausführlichere Doku demnächst auf diesem Sender.

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Es geht los

Es ist soweit: morgen kommt das böse Knie unters Messer.
Wann genau, werde ich heute abend bei einem Anruf in der Klinik erfahren.
Alles, was es an Vorbereitungen zu treffen gibt, ist erledigt, die Krücken Unterarmgehstützen lehnen in der Ecke hinter der Wohnungstür, auf der Kommode im Schlafzimmer steht ein Päckchen Thrombosespritzen, die ersten Physiotherapietermine sind ausgemacht, etliche Einzelportionen diverser in den letzten Wochen gekochter Eintöpfe stehen im Tiefkühler und die Wohnung ist prophylaktisch noch einmal durchgewischt. Außerdem rumpelt in der Waschmaschine gerade die letzte Runde Vor-OP-Wäsche, im Wohnzimmer liegen diverse DVDs und Bücher bereit und die Obstschale wurde eben noch einmal frisch mit guten Bioäpfeln und Blutorangen bestückt. Als nächstes werde ich dann noch eine große Portion Eintopf kochen, Saure Bohnen mit Kartoffeln und Kassler im Schnellkochtopf, und das, was heute nicht gegessen wird auf dem Balkon parken, wo es bei den derzeitigen Temperaturen gut aufgehoben ist, bis ich wieder hier bin und wieder feste Nahrung zu mir nehmen darf, damit ich dann direkt etwas leckeres da habe, das nur noch heißgemacht werden muss.
Der nun operierende Arzt erwies sich beim Termin neulich als sehr viel sympatischer und vertrauenerweckender als der Kollege, bei dem ich zuerst war, weil er als einziger so schnell einen Termin frei hatte. Dieser nun, der konnte mir doch so einiges erklären und so einige Fragen beantworten, deutlich mehr als das “ich würde Ihnen schon zu dieser Operation raten” und “danach dürfen sie das Bein dann zwei Wochen lang nicht belasten” des Kollegen. Hier fühle ich mich gut aufgehoben, in guten Händen, habe das Gefühl, mich, mein Knie, meine Gesundheit jemandem anzuvertrauen, der weiß, was er tut und nicht mit Allgemeinplätzen um sich wirft.
Darüberhinaus arbeitet die liebe Physiofreundin, die mir schon seit Monaten das Knie mit lustigen bunten Klebebändern stabilisiert, in ebenjener Klinik und wird sicherlich dafür sorgen, das ich dort rundum gut betreut werde.
Ursprünglich war der Eingriff als ambulant vorgesehen, aber der Operateur sah meine Argumente direkt ein, das ich mich deutlich sicherer fühlen würde, wenn ich nach der OP zumindest über Nacht in der Klinik bleibe, statt direkt nachhause zu fahren, und schrieb die ganze Nummer als stationär auf.
Also werde ich morgen vormittag, zu einem noch näher zu bestimmenden Zeitpunkt mit Sack und Pack das Haus verlassen und erst irgendwann am Mittwoch wieder eintreffen. Ab heute abend um 22 Uhr darf ich nichts mehr zu mir nehmen, maximal bis drei Stunden vor der OP nochmal ein Glas Wasser. Na gut, werde ich wohl aushalten, so spät abends gibt es ohnehin nur in Ausnamesituationen was und morgen früh würde ich dann vor lauter Panik sowieso nichts mehr runterkriegen.

Also. Ich bin dann mal weg meine Sachen packen. Und irgendwann morgen vormittag dankbar für jeden guten Gedanken.

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