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Mit ‘Nachbarschaft’ getaggte Artikel

Eigentlich bin ich selbst schuld, ich ganz allein. Ich hatte das Rezept schon am Freitag bekommen. Gleichzeitig mit einer kleineren Packung desselben Medikaments, das die Ärztin bereits da hatte. Problemlos hätte ich das Rezept bereits am Freitag oder Samstag in die Apotheke tragen können. Das es sich um ein Mittel handelt, das nicht jede Apotheke automatisch immer am Lager hat, hätte mir eigentlich klar sein können. Aber irgendwie war ich da ganz entspannt. Ich hatte ja erstmal genug da.
Das die kleine Packung bei der verordneten Dosierung schon Montag Mittag leer sein würde, fiel mir am Sonntag Abend auf. Aber alles kein Problem, Montag ist ja Zeit genug, das Rezept einzulösen.
Tja. Ich war immer noch so entspannt, das ich erst am späteren Nachmittag die erste der beiden Apotheken hier im Stadtteil aufsuchte, aus logistischen Gründen erstmal die, die etwas weiter weg liegt.
Nein, haben wir nicht da, müssten wir bestellen, wäre dann morgen früh hier.
Hm. Nee. Brauch ich eigentlich schon heute Abend, ich versuchs nochmal woanders, danke. (Grummel)
Also weiter Richtung Zuhause. Und mit meinem Rezept bei der kleinen Apotheke in der Nachbarschaft vorgesprochen.
Hier zuerst ein kleiner Hoffnungsschimmer, das Medikament sei am Lager, nur in einer anderen Packungsgröße. Juhuu. Dann stellt sich raus, es ist nicht nur eine andere Packungsgröße, sondern auch eine andere, falsche Darreichungsform. Also dasselbe: Können wir für morgen früh bestellen.
Gna.
Da die Apothekerin schon mitbekommen hat, das ich das Mittel eigentlich heute Abend noch bräuchte, bietet sie an, bei der anderen Apotheke im Stadtteil anzurufen, ob es dort vorrätig sei. Aber da war ich ja schon. Die Kollegin schlägt eine Apotheke im Nachbarort vor, aber die ist per Bus quasi gar nicht erreichbar, motorisiert bin ich ja derzeit nicht. Ob die Apotheke beim großen Supermarkt auf der anderen Kanalseite für mich erreichbar wäre, fragt die Apothekerin.
Ja klar, das wäre kein Problem. Dort halten schließlich sämtliche Buslinien, die hier vorbeikommen.
Also ruft die Apothekerin kurzentschlossen dort an. Was mich sehr erstaunt, denn es handelt sich um eine dieser bösen Discountapothekenketten.
Ergebnis des Anrufs: Dort ist das Medikament auch nicht am Lager, kann aber bestellt werden und wäre – Jippieh! – heute abend noch da. Um kurz vor 21 Uhr wird dort die letzte Lieferung des Tages erwartet.
Die Apothekerin schaut mich fragend an, ich nicke. Klar, wenn das die einzige Möglichkeit ist, heute noch an den Stoff zu kommen, dann machen wir das so, dann mache ich mich eben nachher nochmal auf den Weg da rüber.  Also gibt die Apothekerin der Discountapothekenkollegin durch, was auf meinen Rezept steht, lässt sich nochmal bestätigen, das das Mittel auch ganz sicher heute noch kommt. Gibt mir mein Rezept zurück und verabschiedet mich freundlich. Ohne, das ich dort irgendetwas gekauft hätte.
Aber genauso funktioniert dennoch, zumindest was mich angeht, erfolgreiche Kundenbindung. Oder würde funktionieren. Spätestens jetzt lasse ich nichts mehr auf meine kleine Apotheke in der Nachbarschaft kommen.
Oder ließe ich. Wenn wir nicht in ein paar Wochen hier wegziehen würden.
Ich glaube, ich muss da die Tage mal ein kleines Dankeschön vorbeibringen. Und den freundlichen Damen erzählen, das wir bald wegziehen. Damit die nicht denken, ich wäre ihnen untreu geworden, wenn ich bald gar nicht mehr komme.

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Ach ja, nächste Woche ist ja schon wieder Halloween! fiel mir gestern so ein. Und da ich in den letzten beiden Jahren jedesmal eifrigst Vorbereitungen getroffen, also massenweise Süßkram in “trick-or-treat”-tauglichen Einzelverpackungen rangeschafft habe und dann doch kein einziges Kindlein kam und etwas haben wollte (ok, wir wollen das kleine Hexlein vor zwei Jahren nicht unterschlagen, also immerhin eins, ein einziges), deshalb also habe ich mich entschlossen, dieses Jahr keinerlei Aufwand zu betreiben und rein gar nichts extra einzukaufen. Es wird nur mein eigener, persönlicher, an Lactoseintoleranz und “Zuckerallergie” angepasster Naschkramvorrat im Hause sein.
Und weil das quasi ein Naturgesetz ist, werden hier an diesem Halloween-Abend vermutlich mindestens 20 Kinder klingeln und Süßkram verlangen. Tja. Ich bin schon gespannt, was die kleinen Hexen, Geister und Kobolde angesichts von Reiswaffeln, Apfelchips und Studentenfutter so für Gesichter ziehen werden… :D

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Anglers Freud

Bei Nachbars gibts heute offenbar selbstgeangeltes zu Abend. Die Nachbarn, die man Wochenends oft mit allem möglichen Angelequipment beladen irgendwohin aufbrechen sieht.
Stand heute nachmittag noch ein großer, fischig riechener Eimer im Treppenhaus, wabern nun heftigste Dünste nach Fischbraterei durchs Gebäude.
Ich mag ja Fisch. Aber doch lieber in meiner eigenen Bratpfanne, auf meinem eigenen Teller. Ob ich mal klingeln soll? “Sagen Sie mal, haben Sie zufällig gesehen, wer da vorhin… oh, das riecht aber gut bei Ihnen!”
Ach. Ich geh mal Salat machen.

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Wieso hören sich eigentlich Bohrgeräusche aus einer Wohnung, die weder die Wohnung neben uns noch die Wohnung über uns ist, sondern die Wohnung über der Wohnung neben uns,
wieso hören sich diese Bohrgeräusche immer so an, als stünde da jemand direkt neben mir und hielte mir die Bohrmaschine direkt ans Ohr?

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Vorweg dies: ich liebe das aktuelle Winterwetter, ich finde es großartig, das Schnee fällt und dauerhaft liegenbleibt, ich finde es wundervoll, das es mal mehrere Tage am Stück knackekalt ist, ich finde es einfach toll, das wir mal wieder einen richtigen Winter haben auch wenn die hiesigen Autofahrer spätestens bei der zweiten Schneeflocke ausrasten und nicht mehr fahren können und die Busse den Fahrplan inzwischen völlig vergessen haben. Und wenn ich nicht kniemäßig derzeit stark gehandicapt wäre, hätte ich schon längst einem der Kinder hier im Haus den Schlitten geklaut und würde jauchzend die Abhänge herunterjagen. So reicht es leider nur zu maßvollen kleinen Schneespaziergängen.

Was ich an diesem Wetter nicht mag ist, das allüberall gestreut wird. Überall. Auf den Straßen das fiese aber vermutlich unumgängliche Streusalz. Und auf den Fußwegen hier vorm Haus und in der ganzen Gegend Sand. Ekliger grobkörniger, fies knirschender Sand. Den unser Hausmeister hier sehr großzügig verteilt, nachdem er den Schnee einmal lässig mit seinem kleinen Schneeräummobil beiseite geschoben hat. Sand, der sich an der Haustür mit dem Schnee zu einem aufdringlich klebenden Matsch vereint, der sich in allen noch so feinen Profilritzen der Schuhe festkrallt, der sich einfach überall ungehindert ausbreitet. Da kann man noch soviel das Treppenhaus fegen – was die meisten Hausbewohner bei dieser Wetterlage offenbar längst aufgegeben haben -, da kann man noch so oft die Schuhe vor der Wohnungstür ausziehen und auch dort stehen lassen und auf Socken zu den Hausschlappen hüpfen, da kann man noch so häufig den Staubsauger schwingen, es hilft nichts. Irgendwie schaffen es doch immer wieder zahlreiche Sandkörnchen über die Türschwelle. Und immer wieder knirscht es, jedes mal, wenn ich durch den Flur laufe. Es ist nicht dagegen anzukommen.
Und das ist das, was mich am Winter wahnsinnig macht!

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Weihnachten ist vorbei, alle Geschenke ausgetauscht, alle Gänse, Puten, Karpfen aufgegessen. Und nun habe ich ein Geschenk abzugeben. Nein, kein mir missfallendes Weihnachtsgeschenk auch wenn es da so einiges gäbe, meine Tante hat was das angeht ein unglaubliches Talent und übertrifft sich jedes Jahr aufs neue…

Der Kleinstsupermarkt hier in der Nachbarschaft gehört zu einer größeren Kette, die immer wieder Sammelpunkteaktionen veranstaltet und das ich für Sammelpunkteaktionen eine gewisse Schwäche habe, ist spätestens seit den Frischkäse-Kaffeetassen bekannt. Diese Kleinstsupermarktkettensammelpunkteaktionen haben unserem Haushalt in den letzten Jahren diverse Küchenmesser, Wein-, Sekt- und Likörgläser, Schüsseln und Auflaufformen beschert. Denn, wenn es Punkte beim Einkauf gibt, dann nehme ich die auch mit. Aus Prinzip. Und wenn mir das, was es für diese Punkte zum Supermegasonderpreis zu erwerben gibt, gefällt, dann erwerbe ich es auch.

Derzeit nun hat die Kleinstsupermarktkette Schmuck im Angebot, von einem Herrn Silvio Silvano Brizzi aus Milano. “Eleganter Silberschmuck, der Ihnen treu ist!” Ah. Dann ist der andere Silberschmuck also nicht treu? Miststück!
Da gibt es ganz entzückende moderne Perlenohrhänger, grandiose glamouröse Ohrstecker, ein ganz hervorragend ausgesuchtes 3er Ring Set, ein trendiges Bettelarmband mit diversen Bettelarmbandanhängervarianten, des weiteren moderne Perlenketten, elegante Halsketten, noch mehr elegante Halsketten, zeitgemäße Halsketten, stilvolle Ringe, undundund.
Bei soviel Klunkerkram müsste doch ein jedes Frauenherz in wilden Jubel ausbrechen.

Da aber Diamonds dann doch nicht eines jeden Girls best Friend sind, habe ich mir zwar auch hier einfach nur aus Prinzip bei jedem Einkauf die Punkte mitgeben lassen, aber haben will ich von dem ganzen Kram dann eigentlich doch nichts.

Heute habe ich dann mal Kassensturz gemacht und mein Portemonnaie um die vielen darin herummäandernden Sammelpunkte erleichtert. Mit 30 davon in stundenlanger Fleißarbeit das beim letzten Einkauf mitgenommene Sammelheftchen beklebt, blieben weitere 30 übrig, die man in ein weiteres Sammelheftchen kleben kann.

Beides möchte ich nun an meine Mitleser verschenken.

Der/die Erste, der/die in den Kommentaren “Ja, ich will!” ruft, bekommt das vollgeklebte Sammelheftchen. Der/die Zweite, der/die “Ja, ich will auch!” ruft, bekommt die 30 unverklebten Sammelpunkte zum selbst verkleben. Sammelheftchen liegen an den Kassen der Supermarktkette aus, einlösen kann man die Punkte bis zum 23. Januar 2010.

Hier noch ein paar Impressionen:

Jeder andere Schmuck ist untreu, dieser nicht!

eingeklebte Bonusmeilen

Bonusmeilen zum selbstkleben

Na, wer mag?

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Das Beste

Das beste Gegenmittel gegen umherstromernde, nach Süßigkeiten verlangende und als Gruselobjekte verkleidete Kinder ist…

…immer an Halloween für ausreichend Süßigkeiten im Haus zu sorgen. Dann kommt nämlich garantiert kein Kind vorbei.

Dieses Jahr genau das gleiche Bild wie letztes Jahr. Nein, halt! Einen Unterschied gibt es – letztes Jahr kam immerhin ein einziges kleines Hexenkind an unsere Tür.

 

EDIT: Hier noch das zugehörige Bild der unberührten Süßkramschale:

Halloweenkram

jungfräulicher Süßkram

Ich habe mir überlegt, ich mache das jetzt jedes Jahr so und irgendwann gibt es dann eine hübsche Collage all meiner unberührten Süßkramteller und -schalen.

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Bemitleidete ich kürzlich noch die liebe Frau Fettebeute ob ihrer Befürchtung, in die unter ihr befindliche Wohnung ziehe gerade ein Hund ein, befinde ich mich gerade selbst im fortgeschrittenen Zustand der Panik. Denn, bekanntermaßen, Hunde und ich, das ist keine sonderlich verträgliche Kombination.

Die Nachbarn unter uns und wir, wir kennen uns nicht besonders gut, nur so gut, wie man sich eben kennt, wenn man im selben Haus wohnt und denselben Treppenaufgang benutzt. Aber wir sagen immer freundlich Guten Tag und: Wir nehmen immer mal Pakete füreinander an, wenn der andere gerade nicht zuhause ist.

Heute nun komme ich am späten Vormittag von einem Arztbesuch nachhause, da steht ein Paket hinter der Wohnungstür. Ein riesiges Paket. Denke ich zuerst, was hat der Mann denn da wieder bekommen, stellt dieser sogleich richtig: Das ist für die Nachbarn. Ach so. Ja dann.

Als mein Blick allerdings etwas genauer auf das Paket fällt, springt mir eine Aufschrift in ca. 2 Meter hohen, fettgedruckten Lettern auf dem Karton ins Auge.

DOG TRAILER

Waaaaaaaaah! Was auch immer ein Dog-Trailer ist – Herr Guhgel sagt, es sei ein (Fahrrad-) Hängerchen für Hunde – es hat ganz unübersehbar ein Dog im Namen und ist damit ziemlich sicher für einen Hund bestimmt. Zuhilf! Wollen die sich jetzt etwa eine Töle zulegen?

Da kommen ungute Erinnerungen an meine alte Wohnung am alten Wohnort wieder. Im Haus selbst gab es keine Hunde, das erlaubten die Vermieter nicht. Doch im Nachbarhaus gab es einen, eine riesige und sehr oft sehr laut kläffende Töle. Der Besitzer dieses liebenswerten Tierchens hatte einen Kumpel in meinem Haus, den er des öfteren besuchte, bei solcherlei Gelegenheiten ließ er dann gerne das liebe – und natürlich unangeleinte – Hundchen vor der Haustür sitzen. Wo es dann saß, und meinte, “sein” Revier bewachen zu müssen, so das ich des öfteren, wenn ich nachhause kam und in meine Wohnung wollte, an diesem knurrenden, kläffenden, zähnefletschenden Riesenköter vorbei musste. Zu meiner wirklich sehr, sehr großen Freude. Doch, wirklich.

Und genauso freue ich mich jetzt schon auf den möglichen Familienzuwachs in der Nachbarschaft.

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Ich mag Halloween nicht sonderlich. Völlig verkitschter und überkommerzialisierter anglo-amerikanischer Brauch, den eigentlich kein Mensch braucht. Als hätten wir hier keine eigenen Bräuche, die wir etwas mehr pflegen könnten. Aber da brummen dann wohl die Kassen des Einzelhandels nicht so.

Aber wie auch immer, vielen Kindern macht es dennoch Spaß und den will ich ihnen nicht verderben. Letztes Jahr an diesem Abend saß ich in meiner alten Wohnung in G-Town und ahnte nichts böses, als es plötzlich klingelte und drei kleine Geister vor mir standen, die von mir Süßkram forderten. Ich stammelte verwirrt so etwas wie: “Äh…muss mal grad gucken, ob ich irgendwas da habe.” Kramte einen Moment im Küchenschrank und förderte zutage: Ein olles Diät-Marzipanbrot, das mal an irgendeinem Geschenk mit dran hing, drei bis fünf Hustenbonbons und ein oder zwei Mandarinen. All das hielt ich den kleinen Geistern hin, die kleinen Hände griffen begierig danach und die Geister entschwanden wieder. Weiter wurde ich an diesem Abend nicht mehr behelligt. Ob die kleinen Geister die bei mir ergatterten Gaben verzehrt oder bei nächster Gelegenheit entsorgt haben ist mir nicht überliefert.

Heute nun, neue Stadt, neue Wohnung, neue Nachbarschaft. Zahlreiche Kinder in den umliegenden Häusern, darunter auch diverse Emilys und Kevins. Wir wissen nicht, wie das hier in unserer Wohngegend so ist mit Halloween, mit Kindern, die von Haus zu Haus ziehen und Süßkram fordern. Also überlege ich, ist es besser, für alle Eventualitäten gerüstet zu sein und ein bißchen was im Hause zu haben. Beim Wochenendeinkauf also zugeschlagen, zwei Packungen mit kleinen Süßkramportiönchen erstanden. Als wir – es dämmert gerade – zuhause ankommen, scheint es schon direkt loszugehen, ein winzig kleines Hexlein kommt uns, begleitet von der unverkleidetet Hexenmama, entgegen und stolpert unbeholfen auf die Haustüre zu, klingelt bei einer der Wohnungen im unteren Stockwerk. Wir tragen an Hexlein und Hexenmama vorbei den Einkauf nach oben, beginnen mit auspacken und wegräumen, da hat das Hexlein auch schon den Weg die Treppe hinauf gefunden, klingelt an der noch offen stehenden Wohnungstür und als ich dort erscheine lispelt es leise und schüchtern: Süßessonstgibtssaures! Ich lächle freundlich, greife nach dem eben noch in Sekundenschnelle zurechtgemachten Süßkramteller und lasse das Hexlein sich etwas aussuchen woraufhin es zufrieden seiner Wege zieht.

Das fängt ja gut an, denke ich, überlege, wieviele Hexen, Geister, Trolle und Monster wohl heute abend noch den Weg zu uns finden werden, denke darüber nach, spaßeshalber eine Strichliste zu führen, erzähle dem Mann, das ich gedenke, dreist an der Tür stehende Unverkleidete aufs Strengste wieder wegzuschicken. Hier kriegt nur was, wer sich auch verkleidet hat!

Aber nun, Stunden später, steht der Süßkramteller immer noch da, seit dem Besuch des winzigen Hexleins vollkommen unangetastet und verweist.

So beliebt scheint Halloween in unserer Nachbarschaft dann wohl doch nicht zu sein. Auch gut. Dann eben nächstes Jahr kein Süßkramteller.

Verwaister Süßkramteller - möchte jemand?

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Neulich mal wieder unterm Balkon.

Wie schon hier erwähnt, sammeln sich diverse Kinder und Mütter aus der freundlichen Nachbarschaft gern unter unserem Balkon, was wohl damit zu tun hat, das eine weitere Nachbarschaftsmutter unter uns wohnt und folglich auf dem Balkon unter dem unseren residiert.

Nun hat es sich aber so begeben, das in den letzten Monaten an unserem Haus Garagen gebaut wurden. Und die Einfahrt zu selbigen Garagen direkt hinter dem Haus entlang führt, ziemlich genau dort, wo die Balkone sind. Vorher war dort Wiese. Aber Dinge können sich ändern und die Wiese war einmal – genaugenommen ist sie eigentlich nur etwas kleiner geworden – und wo vorher Wiese war, ist nun Garagenzufahrt. Schon so einige Male habe ich mich, seit die Garagen in Benutzung sind, darüber aufgeregt, das die kleinen Kinder aus der Nachbarschaft weiter dort spielen, als hätte sich an ihrer Wiese nie etwas geändert. Nur, das dort jetzt eben Autos fahren. Schon mehrfach stand, wenn wir mit dem Kleinen Schwarzen Auto nachhause kamen und in die Garage fahren wollten, ein Dreirad oder sonstiges Spielzeug mitten in der Einfahrt. Klar, kurz aussteigen und zur Seite räumen ist im Grunde kein Ding. Das, was mich aufregt, sind die Eltern dieser Blagen, die es allem Anschein nach für völlig unnötig halten, ihren Kindern mal beizubringen, das das eine EINFAHRT ist, in der AUTOS fahren und man da NICHT SPIELEN sollte, weil das unter Umständen GEFÄHRLICH sein könnte. Stattdessen spielen sie selbst fröhlich mit den Kindern in der Einfahrt, genauso, wie sie auch schon mit ihnen mitten auf der Baustelle, die auch deutlich als solche zu erkennen war, gespielt haben.

Dieser Tage halte ich mich also wieder einmal auf meinem Balkon auf, unter dem der Platz vor einem weiteren Balkon als kleiner Nachbarschaftstreffpunkt fungiert, und verfolge gezwungenermaßen folgenden Wortwechsel:

“Ach ja, jetzt hat ja die Hausverwaltung auch schon ein Schild aufgestellt, das hier die Garagenzufahrt ist.”

“Hm ja, aber das kann man ja den Kindern nicht klarmachen.”

Tja.

Ich sags mal so: Es überhaupt gar nicht erst zu versuchen ist schonmal ein ganz prima Ansatz!

Wenn dann irgendwann das erste Spielzeug kaputt ist, weil ein böser, unverschämter Autofahrer, der dreisterweise in seine Garage wollte, einfach mal drangefahren ist, ist das Geschrei vermutlich groß.

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