In Teilen Deutschlands scheinen wieder Herbstferien zu sein. Woran ich das merke? Am wieder mal leicht erhöhten Touristenaufkommen in dieser schönen Gegend an der Ostsee.
Ein Knotenpunkt, an dem Einheimische und Touris häufiger aufeinander treffen ist bekanntermaßen der Adler. Gelegentlich wird man dort ja als Einheimische, sofern die Touries einen als solche identifizieren, ja mit der ein oder anderen Frage gelöchert. Fragen, die von mir immer gern und hilfsbereit beantwortet werden.
Heute: Zwei Muttis mit drei oder vier kleineren Jungs und einem Pinscher im Schlepptau. Dem Zungenschlag nach irgendwo aus den ostdeutschen Bundesländern.
Der Adler liegt also an seinem Anleger vor der Schleuse und sammelt noch ein paar Passagiere ein, die mit ans andere Ufer wollen. Mutti1 und Mutti2 stehen neben mir an der rückwärtigen Reling.
Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, das vor dem Einsteigen hinter mir gefragt wurde, was das denn jetzt kostet…
Während Mutti1 mit der Bande ausdiskutiert, ob man nur einmal mit der Fähre rüber und dann gleich wieder zurückfährt oder dort noch ein bißchen spazierengeht (ich empfahl das Spazierengehen und einen Besuch der Schleuse), wendet Mutti2 sich mir zu:
“Sagen Sie mal, das da drüben,” sie deutet in Richtung des kleinen, an der Schleuseninsel vorbeiführenden Nebenarms, “gehört das auch noch zum Nord-Ostsee-Kanal oder ist das schon die Weser?”
Manchmal können Tourifragen einem auch die Sprache verschlagen…
Nachdem ich mich wieder gesammelt und mein aufsteigendes Gelächter unterdrückt habe, habe ich ihr dann ganz freundlich erklärt, das hier alles Wasser entweder Nord-Ostsee-Kanal oder hinter der Schleuse dann die Förde ist und das sie sich hier im übrigen doch ganz schön weit weg von der Weser befindet.













